Sebastian Christl gehört zu den Pionieren im Freiwilligen Sozialen Schuljahr

Zum ersten Mal bietet die Diakonie Neuendettelsau 2017 ein Freiwilliges Soziales Schuljahr (FSSJ) an. Das FSSJ steht allen Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse offen. Über die Dauer eines Schuljahres engagieren Sie sich außerhalb des Unterrichts ehrenamtlich. Zu den Pionieren gehört der 15-jährige Sebastian Christl, der im Haus „Rappelkiste“ in der Neuendettelsauer Waldstraße in der Gruppe „Schlümpfe“ im Einsatz ist. Dort wohnen Kinder und Jugendliche mit Behinderung.

In der „Rappelkiste“ beantwortete der Schüler des Laurentius-Gymnasium auch einige Fragen für ein Interview:

Wie hast du vom Freiwilligen Sozialen Schuljahr erfahren?

Sebastian: Das war schon im Februar. Wir haben an der Schule einen Zettel bekommen und es gab eine Infoveranstaltung. Ich habe mich für das Freiwillige Soziale Schuljahr entschieden, weil ich Erfahrungen im Umgang mit Menschen sammeln und mir den Beruf als Erzieher mal anschauen wollte.

Wie war dein erster Tag bei den „Schlümpfen“ in der Rappelkiste?

Sebastian: Als ich am Anfang der Sommerferien angefangen habe, kannte ich hier keinen. Aber die Kinder haben mich gleich angenommen und von den Betreuern bin ich gut einbezogen worden. Wir haben Mensch-Ärgere-Dich-Nicht gespielt und es war eine gute Atmosphäre.

Wie siehst du das jetzt nach ein paar Monaten? War die Entscheidung richtig, ein FSSJ zu machen?

Sebastian: Auf jeden Fall. Die Kinder freuen sich, wenn ich da bin. Im Moment schreiben wir Wunschzettel für Weihnachten zusammen. Ich fühle mich gut unterstützt von den Erziehern. Sie sprechen auch mal ein Machtwort, wenn ich nicht allein zurechtkomme.

Hast du dich schon entschieden, ob du in diese Richtung beruflich weitermachen willst?

Sebastian: Es ist auf jeden Fall schön und interessant, mit Kindern zu arbeiten, aber ich kann mir das für mich eher ehrenamtlich als hauptberuflich vorstellen.

Was sollte man deiner Ansicht nach mitbringen, wenn man sich für das Freiwillige Soziale Schuljahr interessiert?

Sebastian: Man sollte offen sein und gern mit Menschen umgehen. Dann kann´s eigentlich schon losgehen. Wichtig ist, dass es auch gut für einen selbst ist, sowas zu machen. Man gewinnt Einblick in die Arbeit und sammelt persönliche Erfahrungen.

Einen positiven Eindruck hat Sebastian auch auf Alexandra Lasic gemacht, die im Haus „Rappelkiste“ arbeitet. „Es ist schön, dass Jugendlichen diese Möglichkeit geboten wird“, meint sie. „Für uns ist es eine Bereicherung, dass Sebastian da ist. Er hat ein waches Auge und es ist einfach eine Hand mehr da, die anpackt. Gerade Jungs sehen wir gern. Da freuen sich unsere Räuber, wenn jemand mit ihnen rumspringt“. Sie empfiehlt auch anderen Einrichtungen, Jugendlichen im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Schuljahres Stellen anzubieten. Bisher sind neben Einrichtungen für Menschen mit Behinderung schon Seniorenzentren, Kirchengemeinden und Kindergärten dabei.

Die wichtigsten Infos zum Freiwilligen Sozialen Schuljahr:

Um was geht es?

Im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Schuljahrs (FSSJ) engagieren sich Jugendliche unentgeltlich außerhalb des Unterrichts für insgesamt 80 Stunden in sozialen Einrichtungen. Zwei Stunden nachmittags pro Woche sind die Regel, aber es ist auch möglich, blockweise an Wochenenden oder in den Ferien zu arbeiten. Die Teilnehmer bekommen ein qualifiziertes Zeugnis. Das Freiwillige Soziale Schuljahr der Diakonie Neuendettelsau entstand in Anlehnung an das FSSJ der Caritas Neustadt/Aisch.

Wie kann ich mitmachen?

Wer sich für ein FSSJ interessiert, kann sich an Denise Kapp vom Referat Freiwilligendienste wenden. Sie ist auch die richtige Ansprechpartnerin für soziale Einrichtungen, die FSSJ-Stellen anbieten möchten.

Was hab ich davon?

Schülerinnen und Schüler können unter Anderem außerschulische Erfahrungen sammeln, soziale Kompetenzen und Schlüsselqualifikationen wie Kommunikationsfähigkeit, Einsatzbereitschaft, Selbst- und Fremdreflexion sowie Selbstbewusstsein erwerben.

Woher bekomme ich Informationen?

Infos gibt es bei Denise Kapp. Außerdem sind Info-Veranstaltungen an einigen Schulen im Landkreis Ansbach und im Nürnberger Raum geplant.

Kontakt

Denise Kapp
Referat Freiweilligendienste

Telefon: 09874 8 - 3573

Denise.Kapp@DiakonieNeuendettelsau.de

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Kontakt

Referat Freiwilligendienste
Wilhelm-Löhe-Straße
91564 Neuendettelsau

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Fax: +49 (0) 98 74 / 8 23 46
 

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