Zehn Jungs besuchten am Boys Day die Diakonie Neuendettelsau in Polsingen

Für zehn Jungs öffneten sich die Türen der Einrichtung für Menschen mit Behinderung der Diakonie Neuendettelsau in Polsingen. Beim Boys Day blickten sie hinter die Kulissen und erfuhren, was die Arbeit eines Heilerziehungspflegers ausmacht.

Der Boys Day begann für zehn Jungs aus Polsingen und umliegenden Gemeinden zunächst damit, sich gegenseitig kennenzulernen. Die Jungs im Alter von 11 bis 15 Jahren kamen aus ganz unterschiedlichen Schulen aus dem Umkreis und nutzten beim 1. Boys Day in Polsingen die Möglichkeit, einen Tag lang in den sozialen Beruf des Heilerziehungspflegers zu schnuppern.


Fatima und Finn waren ein Kicker-Team.

Wohnbereichsleiter Michael May hatte den Tag mit vielen Aktionen organisiert und zum Start ein Kicker-Turnier geplant, bei dem die jungen Schüler die Menschen mit Behinderung kennenlernten. In Zweier-Teams traten dabei jeweils ein Schüler und ein Bewohner gemeinsam gegen ein anderes Team an. Zuvor hatten sie einen Namen für ihr Team ausgesucht. Nach einigen spannenden Spielen gewann das finale Turnier schließlich das Team „We are the one“. Zertifikate verteilte Michael May aber an alle Teams, was die Jungs und Bewohner gleichermaßen zum Strahlen brachte.

Michael May organisierte den Boys Day.

Nach einer kleinen Stärkung stand eine große Schnitzeljagd auf dem Programm, bei der die Jungs an unterschiedlichen Standorten verschiedene Aufgaben lösen mussten. Sie probierten den Umgang mit Rollstühlen, einem Lifter und testeten ihre Beweglichkeit bei einem rollstuhlgerechten Bewegungsparcours. „Das sind alles Aufgabenfelder eines Heilerziehungspflegers“, erklärte Michael May. Durch spielerische Aktivitäten (wie das Eingeben eines Joghurts) erfuhren die Jungs am eigenen Beispiel, wie es sich anfühlt, von anderen gefüttert zu werden oder anderen Menschen Nahrung einzugeben. „Das war für die Jungs ganz schön komisch. Aber es war uns wichtig zu zeigen, dass die Aufgaben des Heilerziehungspflegers mit großem Vertrauen verbunden sind“, so May.

Das wurde den Jungs auch dadurch den Umgang mit einem Lifter oder Rollstuhl verdeutlicht. Heilerziehungspfleger müssen einfühlsam auf die Menschen eingehen, sie sind verantwortlich für ihr Wohlbefinden. „Mit den ausgewählten Aufgaben konnten wir den Beruf des Heilerziehungspfleger super verknüpfen“, freute sich May. Er zeigte sich auch beeindruckt von den jungen Schülern: „Sie haben erkannt, dass Vertrauen wird langsam aufgebaut wird und welche Besonderheiten der Beruf des Heilerziehungspfleger mit sich bringt.“

Die Arbeit von Heilerziehungspflegern ist mit viel Einfühlungsvermögen verbunden: Die Jungs testen einen Lifter.

Um den Tag abklingen zu lassen, wollte Michal May von den Jungs wissen, ob der Tag so war, wie sie es sich vorgestellt hatten und wie sie den Umgang mit Menschen mit Behinderung wahrgenommen hatten. Die Jungs waren sich schnell einig: „Die waren richtig cool!“, „Manche konnten besser Kickern als wir!“ und „War gar nicht schlimm“, waren die Reaktionen der Jungs – rundum eine Aktion, die sich für beide Seiten lohnte.

Denn auch wenn am Boys Day in Polsingen der Spaß nicht zu kurz kam, nahmen die Jungs viele Infos und neue Eindrücke mit nach Hause. 

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