Diakonie Neuendettelsau und Regens Wagner eröffnen erste EUBT-Beratungsstelle in Bayreuth

Die ergänzende, unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) berät alle Menschen mit Behinderung und deren Angehörige nach dem Motto „Eine für alle“. In einer Kooperation eröffneten die Diakonie Neuendettelsau und Regens Wagner jetzt die erste EUTB-Beratungsstelle in Bayreuth.

Unabhängige Beratungsstellen für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige sind ein weiterer Schritt hin zu einer besseren Teilhabe in der Gesellschaft. Sie werden vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert und sollen die erste Anlaufstelle für Fragen aus allen Lebensbereichen rund um die Teilhabe für Menschen mit Behinderung, von Behinderung bedrohter Menschen und deren Angehörige werden. „Es gibt viele unterschiedliche Beratungsangebote. Viele wissen oft nicht, an wen sie sich wenden sollen. Wir wollen die bestehenden Angebote dadurch ergänzen, dass wir eine Lotsenfunktion übernehmen“, erklärt Günter Binger von der Diakonie Neuendettelsau.  

Von links: Peter Miltenberger (Gesamtleitung Regens Wagner Michelfeld), Kerstin Waldmann (Bereichsleitung Offene Hilfen Regens Wagner Bayreuth), Fachreferentin Ricarda Quass (Diakonie Neuendettelsau) und Günter Binger (Leitung Offene Hilfen Diakonie Neuendettelsau Himmelkron) nahmen die offizielle Eröffnung der EUTB-Beratungsstelle in Bayreuth vor.

Mit Anja Pleiner, Thomas Odewald, und Julia Lunkenheimer kümmern sich ab sofort drei Beraterinnen und Berater um diese Fragen. Die Beratung richtet sich nach individuellen Bedürfnissen, ist trägerunabhängig und profitiert vom sogenannten Peer Counseling, Personen aus einer Gruppe mit gleichen oder ähnlichen Erfahrungen. Auch die drei ehrenamtlichen Peer-Berater waren schnell gefunden. Sandra Kölbl, Mirco Schraml und David Hellmann freuen sich schon auf ihre neue Aufgabe.

Die drei ehrenamtlichen Peer-Berater Sandra Kölbl (Mitte), Mirco Schraml (rechts) und David Hellmann freuen sich schon auf ihre neue Aufgabe.

Doch nicht alles verlief so positiv wie die Suche nach qualifizierten Beratern: Eine barrierefreie und zentrale Immobile zu finden war gar nicht so einfach. Noch immer stoßen Menschen mit Behinderung trotz der Inklusionsdebatte auf Ablehnung. Als endlich die passende Immobilie gefunden wurde, war die Freude groß: „Das Büro ist barrierefrei erreichbar und nicht weit vom Bahnhof und Busbahnhof entfernt“, freut sich Günter Binger und berichtet: „Es war erschreckend, dass wir auf so viel Ablehnung stießen. Einige Vermieter wollten nicht, dass Menschen mit Behinderung in ihrem Gebäude ein und ausgehen.“

In diesem Gebäude sind die Büröräume der EUTB-Beratungsstelle untergebracht.

Diese Erfahrung wollen die Beteiligten jetzt aber schnell vergessen: „Wir freuen uns, dass wir das Beratungsbüro nun offiziell eröffnen können“, sagt Kerstin Waldmann von Regens Wagner. Ricarda Quass bedankte sich zusammen mit Peter Miltenberger, Gesamtleiter Regens Wagner Michelfeld, bei allen, die dazu beigetragen haben, dass die EUTB-Beratungsstelle nun offiziell tätig werden kann. Für sie steht der Aspekt der Teilhabe im Vordergrund. „Ein Netzwerk trägt die Betroffenen und Ratsuchenden“, sagt sie und auch Miltenberger betont: „Die Welt ist zu komplex, um alles alleine zu machen. Wir finden die Zusammenarbeit sehr sinnvoll.“

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