Eva Umlauf sprach mit Schülerinnen und Schülern des Löhe-Campus

Eva Umlauf ist eine der jüngsten Überlebenden des KZ in Auschwitz. Mit den Schülerinnen und Schülern des Löhe-Campus in Neuendettelsau kam sie ins Gespräch und las aus ihrem Buch „Die Nummer auf deinem Unterarm ist blau wie deine Augen“.

Der Musiksaal des Löhe Campus der Diakonie Neuendettelsau ist bis auf den letzten Stuhl besetzt. Die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse und der Q12 des Laurentius-Gymnasiums und der FOS11 blicken erwartungsvoll zu Lehrkraft Edith Hübner. Sie begrüßt Eva Umlauf - eine der jüngsten Überlebenden des Konzentrationslagers in Auschwitz, der noch eine Nummer auf den Unterarm tätowiert wurde. Heute liest sie den Schülern einige Kapitel aus ihrem Buch „Die Nummer auf deinem Unterarm ist so blau wie deine Augen“ vor und beantwortet offen ihre Fragen.

Die Schülerinnen und Schüler des Löhe-Campus stellten Eva Umlauf viele Fragen.

Die ersten zwei Jahre ihres Lebens verbrachte Eva Umlauf mit ihrer Mutter im Arbeitslager Nováky, einem slowakischen Durchgangslager, aus dem Menschen jüdischer Herkunft in Vernichtungslager deportiert wurden. Als ihre Mutter mit ihrer Schwester im vierten Monat schwanger war, wurden sie in das KZ Auschwitz gebracht. 

Das Kind ist abgemagert und todkrank. Am 27. Januar 1945 werden sie von der Roten Armee befreit. Sie sind die einzigen Überlebenden ihrer Familie. In ihrem Buch erzählt Eva Umlauf offen aus ihrer Vergangenheit. Sie berichtet, wie es ist, als Zweijährige Auschwitz überlebt zu haben, wie sie anschließend im sozialistischen System der Tschechoslowakei groß wurde und 1967 mit ihrem Mann nach München kam. Die Mutter dreier Söhne arbeitete dort viele Jahre als Kinderärztin.

Erst 2016 hat sie das Buch mit den vielen Erinnerungen an ihre Kindheit veröffentlicht. Auch wenn sie sich nicht mehr an die Zeit im KZ erinnere, habe die Vergangenheit ihren Lebensweg geprägt.

Eva Umlauf berichtete offen über ihr Überleben des KZ in Auschwitz.

„Die Nummer auf meinem Unterarm gehört zu mir wie ein Muttermal. Sie ist Totenehrung und Lebensbejahung in einem“, sagt Eva Umlauf. Während sie liest, sind die Schüler still. Betroffen lauschen sie ihren Erzählungen und stellen anschließend ihre Fragen. Die Möglichkeit mit einer Zeitzeugin über den Holocaust zu sprechen, ist für die Schülerinnen und Schüler sie etwas Besonderes. „Ich wünsche mir dass die Geschehnisse nicht vergessen werden und Sie, die junge Generation, die Zukunft so gestaltet, dass das niemals wieder passiert“, betont sie zum Schluss.

Den Abend zuvor hatte Eva Umlauf für über 150 Interessierte aus ihrem Buch gelesen.


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