Einen ganz besonderen Grund zum Feiern gibt es aktuell in der Diakonie Neuendettelsau: Die Rangauklinik Ansbach begeht ihr 100-jähriges Jubiläum. Die Fach- und Rehabilitationsklinik verfügt aber nicht nur über eine lange Tradition, sondern hat sich in den vielen Jahren auch eine umfassende medizinische Kompetenz aufgebaut.


Postkarte aus den 1920ern

Über 2.000 Patienten haben sich im vergangenen Jahr aufgrund von Lungenproblemen, Allergien oder onkologischen Krankheiten in der Rangauklinik Ansbach stationär behandeln lassen. Der Reha-Bereich der Klinik brachte es auf rund 20.000 Pflegetage. Die Zahlen beweisen, dass sich die Einrichtung über die Grenzen von Mittelfranken hinweg als Experte bei Atemwegs- und Tumorerkrankungen etabliert hat.

In 100 Jahren kann viel passieren. Der Überblick über die verschiedenen geschichtlichen Entwicklungen, aber auch über das breite Angebot zu bewahren, ist nicht einfach. Zum Jubiläum hat Chefarzt Dr. Thomas Fink, einige spannende Fakten zusammengetragen, die oft nicht so bekannt sind.

Aller Anfang ist schwer

Baubeginn war im Jahr 1912. Nach einem erfolgreichen Auftakt brachte der Erste Weltkrieg große Einschränkungen mit sich. Fehlende Arbeitskräfte und ein Mangel an Material führten zu großen Verzögerungen. Die Fertigstellung erfolgte schließlich im Jahr 1917. Doch bevor die ersten Patienten einziehen konnten, wurde die Rangauklinik Ansbach mehrere Monate als Reservelazarett genutzt.

Hilfe für einen gesunden Schlaf

Die Rangauklinik Ansbach verfügt über ein eigenes Schlaflabor. In diesem sind sieben Messplätze vorhanden. Darüber hinaus ist das Schlaflabor durch die Deutsche Gesellschaft für Schlafmedizin akkreditiert.

Doppeltes Jubiläum

Die Fachklinik heute, 2017

Seit 2007 gehört die Rangauklinik Ansbach zur Diakonie Neuendettelsau. Bis dato lag die Leitung in Händen der Deutschen Rentenversicherung Nordbayern. Somit kümmert sich die Diakonie Neuendettelsau nun seit zehn Jahren als Träger darum, dass ausreichend Ressourcen für einen reibungslosen Ablauf des Klinikalltages vorhanden sind – ein doppelter Grund zum Feiern.

Die Physikalische Therapie - offen für alle

Ansicht aus dem Rezattal, 1970er Jahre

Die Rangauklinik Ansbach bietet im Bereich der Physikalischen Therapie ein großes Angebot. Dafür sorgen das große Bewegungsbad, die moderne Ausstattung der Räume sowie ein hoch qualifiziertes Team. Die Leistungen wie Krankengymnastik, Massagen oder Wärmeanwendungen kann jeder in Anspruch nehmen – mit einem Rezept vom Arzt oder als Selbstzahler.

Frühe Verbindung nach Neuendettelsau

Bereits bevor die Rangauklinik Ansbach ihren Betrieb aufnahm, gab es den Wunsch, die Pflege und die Hauswirtschaft an die Diakonissen in Neuendettelsau zu übertragen. Im Juli 1920 war es soweit und es folgte die Entsendung der Schwestern. Die Neuendettelsauer Diakonissen waren bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs in der Rangauklinik Ansbach aktiv.

Leib und Seele – der ganzheitliche Ansatz

Die Rangauklinik Ansbach steht für ein ganzheitliches Behandlungskonzept, das über eine reine medizinische Versorgung hinausgeht. Dazu zählen eine gesunde Ernährung – auch in Form von Beratung und Kochkursen –, die psychologische Therapie oder Angebote wie autogenes Training oder Stressbewältigung.

Prävention als A und O

Vorbeugen ist besser als heilen. Daher spielen Prävention und Beratung eine große Rolle in der Rangauklinik Ansbach. Die Raucherentwöhnung, Ernährungsberatung oder das onkologische Gesundheitstraining sind nur einige Beispiele für die regelmäßigen Schulungen und Vorträge. Die Kooperation mit der Deutschen Rentenversicherung hilft bei der beruflichen Rehabilitation.

Displaced Persons in Strüth

Postkarte aus den 1970ern

Bevor die Rangauklinik nach dem Zweiten Weltkrieg wieder ihren Betrieb aufnahm, fanden hier „displaced persons“ ein Zuhause. Dabei handelte es sich um Menschen, die in den Kriegswirren ihre Heimat verlassen mussten und nicht mehr zurückkehren konnten. Darunter befanden sich auch viele jüdische Kinder, die in Strüth versorgt wurden.

Die Weaning-Abteilung

Droht bei einer akuten Erkrankung die Atmung zu versagen, wird eine maschinelle Atemunterstützung notwendig. Die Entwöhnung von der Maschine, in Fachkreisen Weaning genannt, kann aufgrund von Vorerkrankungen der Lunge, starkem Übergewicht oder Medikamenten deutlich erschwert werden. Die Weaning-Abteilung der Rangauklinik Ansbach hilft den Patienten in diesen Fällen.

Langeweile gibt’s nicht

Als Patient muss man sich außerhalb der Behandlung nicht langweilen. Kurse in der Kreativwerkstatt, organisierte Stadttouren nach Ansbach oder der kostenlose Fahrradverleih sind nur einige Beispiele für das reichhaltige Freizeit-Angebot.

-> Mehr Informationen über die Rangauklinik Ansbach finden Sie auf der Website der Einrichtung.

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