Über ein Jahr haben die Paramentik der Diakonie Neuendettelsau und die Hamburger Designerin Petra Bröckers-Beling zusammen an der künstlerischen Gestaltung und Umsetzung gearbeitet. Entstanden sind sechs Gewänder aus handgewebtem Stoff, mehrere Stolen sowie zwei Behänge für die Kanzel und das Pult. Dann gingen die kostbaren Stoffe auf ihre Reise nach Amerika.


Beate Baberske (links) und Petra Bröckers-Beling präsentiren die Gewändern für die Valparaiso-Universitätskirche in Indiana


„Wir haben uns sehr gefreut, als die Chapel of the Resurrection at Valparaiso in Indiana, die sich in besonderer Weise mit Wilhelm Löhe verbunden fühlt, auf uns zugekommen ist.“

Beate Baberske, künstlerische Leiterin der Paramentenwerkstatt

In zwei Jahren war das schon der dritte Auftrag mit den USA. „Die US-Amerikaner wollten im Rahmen des Reformationsjubiläums etwas ganz Besonderes für ihre Kirche. Nicht nur Lesepult und Kanzel sollten geschmückt werden, sondern auch die Liturgen im Raum. „Deswegen holten wir die Hamburger Designerin Petra Bröckers-Beling mit ins Boot. Mit ihr haben wir schon mehrere Projekte zusammen entwickelt“, erklärt Beate Baberske. Es entstanden verschiedene Designs, von denen die Amerikaner dann eines wählten, das sowohl die Geschichte Martin Luthers als auch die Innenausstattung der Kirche aufgreift. „Die Fenster der Kirche dominieren den Raum mit vielen Schrägen, die sich im Design der Gewänder und Paramente wieder finden“, bestätigt Bröckers-Beling. Durch asymmetrische Linien kommt in den Mustern auch die Ambivalenz der Persönlichkeit Martin Luthers zum Vorschein.

„Wir haben uns mit Luther, seinem Leben und seinen Taten, auseinandergesetzt und wollten dies in den Gewändern widerspiegeln.“

Petra Bröckers-Beling, Designerin

Sie besuchte dafür Wittenberg und die Wartburg, auf der Luther in nur elf Wochen das Neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche übersetzte.

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