Hänschen klein, ging allein in die weite Welt hinein, Stock und Hut steht ihm gut, ist gar wohlgemut… Als Geschenk für alle Kinder des Hortes der Diakonie Neuendettelsau in Roth überraschten die Mitarbeitenden mit dem Schauspiel „Hans im Glück“ des Theaters Rootslöffel.

Eine Pinnwand, mehrere Bögen Papier und einen Stift - mehr brauchten Frizz Lechner und Thomas Herr, die beiden Theaterspieler des Nürnberger Kindertheaters Rootslöffel, nicht, um die Kinder des Kindershorts der Diakonie Neuendettelsau zu begeistern. „Hans im Glück“ ist keine neue Geschichte. Es ist ein bekanntes Märchen der Brüder Grimm und handelt vom kleinen Hans, der als Lohn für sieben Jahre Arbeit einen Klumpen Gold erhält. So groß wie sein Kopf. Diesen tauscht er gegen ein Pferd, das Pferd gegen eine Kuh, die Kuh gegen ein Schwein, das Schwein gegen eine Gans, und die Gans gibt er für einen Schleifstein her. Zuletzt fällt ihm noch, als er trinken will, der schwere Stein in einen Brunnen. Endlich ist er glücklich. Er muss den schweren Stein nicht mehr tragen. „So glücklich wie ich, rief er aus‚ gibt es keinen Menschen unter der Sonne“. Ist der Hans gutgläubig oder gar dumm und lässt sich ständig betrügen? Oder hat er erkannt, dass es noch andere Werte gibt als Gold und Geld? Das Märchen der Brüder Grimm ist fantasievoll und verspielt umgesetzt. Die Tiere entstehen gezeichnet auf den Papierbögen der Pinnwand und der Humor kommt nicht zu kurz, denn Frizz Lechner und Thomas Herr haben „Hans im Glück“ kindgerecht und witzig umgeschrieben und gehen dabei auch auf die heutige Zeit ein.

„Das Theater ist unser Weihnachtsgeschenk an die Kinder“, erklärte Manuela Hummel, Einrichtungsleiterin des Kinderhots Roth, bei ihrer Begrüßung. Möglich wurde dies durch die Einnahmen aus dem Oktoberfest, das seit zwei Jahren im Hort stattfindet, sowie des Familienfests, das es seit langer Zeit gibt. „Die Kinder haben sich richtig gefreut und viel gelacht, das ist für uns die Hauptsache“, betonte auch Erzieherin Sarah Trenz. Zum Ende des Jahres bereitet der Hort den Kindern zusätzlich eine kleine Überraschung. „Das können Gruppengeschenke sein, neues Spielmaterial oder eben etwas Kulturelles wie dieses Jahr“, so Trenz.
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