Mitarbeitende Clinic Neuendettelsau und Klinik Hallerwiese/Cnopschen Kinderklinik sammelten Unterschriften

Mit Plakaten und in Gesprächen machten Mitarbeitende der Clinic Neuendettelsau und der Klinik Hallerwiese/Cnopfschen Kinderklinik auf Missstände im Gesundheitswesen aufmerksam und sammelten Unterschriften für das Volksbegehren „Stoppt den Pflegenotstand an Bayerns Krankenhäusern“.

An Bayerns Krankenhäusern fehlen mehr als 12.000 Pflegestellen. „Unter zu wenig Personal im Gesundheitswesen, leiden nicht nur Beschäftigte sondern auch Patienten und ihre Angehörigen“, erklärte Klaus Papp, 1. Vorsitzender der Mitarbeitervertretung der Clinic Neuendettelsau. Die Krankenhausfinanzierung über sogenannte Fallpauschalen zu verrechnen, hat dazu geführt, dass immer mehr Behandlungen durchgeführt werden. Gleichzeitig zwingt der Konkurrenzkampf, das Gewinnstreben privater Unternehmen und die gesetzwidrige Weigerung des Freistaates Bayern, die Investitionskosten vollständig zu tragen, praktisch alle Krankenhäuser dazu, Kosten zu senken, wie die Vorsitzende der Mitarbeitervertretung der Klinik Hallerwiese/Cnopfschen Kinderklinik erklärt. Meistens geschieht das in Form von Personaleinsparungen und Arbeitsverdichtung. Um das Wohl und die Sicherheit von Patienten zu gewährleisten und die Beschäftigten in Krankenhäusern zu entlasten, sammelten die beiden Kliniken der Diakonie Neuendettelsau Unterschriften für das Volksbegehren „Stoppt den Pflegenotstand an Bayerns Krankenhäusern“. 

Klaus Papp und Inga Kamm sammelten in der Clinic Neuendettelsau Unterschriften.

„Wir haben mit 644 Unterschriften doppelt so viele gesammelt wie wir erhofft hatten“, freute sich Klaus Papp. 

 Auch die Mitarbeitenden der Klinik Hallerwiese/Cnopfschen Kinderklinik in Nürnberg setzten sich für bessere Pflegebedingungen ein. Ilona Küffner, Vorsitzende der Mitarbeitervertretung der Klinik Hallerwiese/Cnopfsche Kinderklinik sammelte 260 Unterschriften. 

Ilona Küffner (rechts) machte in der Klinik Hallerwiese/Cnopfschen Kinderklinik auf das Volksbegehren aufmerksam.

Das Unterschriftensammeln ist ein müßiger Kampf. „Die Voraussetzungen sind streng“, meint Ilona Küffner. Pro Liste können lediglich fünf Unterschriften gesetzt werden und diese müssen nach Gemeindeeinwohner sortiert sein. Bis zu den Landtagswahlen müssen bayernweit 40.000 Unterschriften gesammelt werden. Die große Forderung nach mehr Personal soll dadurch umgesetzt werden das von der Politik bedarfsgerechte Personalschlüssel für alle Stationen und Funktionsbereiche gesetzlich festgelegt werden. Die Umsetzung dieser Regelung soll transparent sein. Für den Fall der mangelhaften Umsetzung von Qualitätszielen sollen Konsequenzen festgelegt werden. Weitere Infos gibt es unter https://stoppt-pflegenotstand.de/

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