Diakonie Neuendettelsau und Diak Schwäbisch Hall prüfen enge Zusammenarbeit

Zwei diakonische Träger, die sich bundesland- und landeskirchenübergreifend nahe sind, prüfen Wege einer unternehmerisch engen Zusammenarbeit: die Diakonie Neuendettelsau und das Diak Schwäbisch Hall. Die Aufsichtsgremien der beiden diakonischen Einrichtungen haben bestätigt, Gespräche aufzunehmen, um Möglichkeiten einer gemeinsamen Zukunft zu prüfen.

Beide Träger sind in einer stabilen wirtschaftlichen Situation. Sie setzen sich in ihrer Arbeit für kranke, junge, alte, behinderten Menschen sowie die Aus- und Fortbildungsarbeit ein. Beide Einrichtungen wurden von Diakonissen begründet und zählen zu den regional und bundesweit erfolgreichen diakonischen Unternehmen. Grund für die Gespräche ist vor allem die Dynamik im Gesundheits- und Sozialmarkt. Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft erfordern neue Wege. Durch diesen offensiven Schritt sollen neue Entwicklungschancen geschaffen und die Stabilität für beide Unternehmen nachhaltig gesichert werden.

Die Diakonie Neuendettelsau ist eine gemeinnützige Körperschaft des öffentlichen Rechts mit etwa 7.800 Mitarbeitenden. Ihre zentralen Arbeitsfelder sind Bildung, Gesundheit sowie Dienste für Menschen mit Behinderung, Senioren und Kinder. Der regionale Schwerpunkt liegt in Franken. Dazu kommen einzelne Einrichtungen in Baden-Württemberg und Polen. Gegründet wurde das Evang.-Luth. Diakoniewerk Neuendettelsau, wie es offiziell heißt, im Jahr 1854 von Pfarrer Wilhelm Löhe. Sein amtierender Nachfolger im Amt des Rektors ist Pfarrer Dr. Mathias Hartmann, der das Unternehmen als Vorstandsvorsitzender führt.

In Baden-Württemberg ist das Evangelische Diakoniewerk Schwäbisch Hall mit seinen rund 2.400 Mitarbeitenden fest in der Region Schwäbisch Hall und Hohenlohe verankert. Die Arbeitsbereiche des Diaks umfassen das Diakonie-Klinikum als Zentralversorger und Lehrkrankenhaus der Universität Heidelberg, die ambulanten Dienste, Altenhilfeeinrichtungen und das Bildungszentrum für Pflegeberufe. 1886 von Pfarrer Hermann Faulhaber begründet ist das Diak seit mehr als 130 Jahren als diakonisches Dienstleistungsunternehmen weit über die Region hinaus bekannt. Im Amt des Vorstandes ist Michael Kilb.

Das Diak hat einen offenen Blick in die Region und spricht aktiv mit möglichen Partnern. Dazu gehört der Landkreis Schwäbisch Hall mit seinem Klinikum in Crailsheim und diakonische Partner in der Nachbarschaft. Mit dem Landkreis Schwäbisch Hall führt das Diak weiter vertiefende Kooperationsgespräche, im Dreiklang zwischen Kreis, Klinikum Crailsheim und dem Diak. Bereits heute ist man durch die erfolgreiche strategische Partnerschaft eng miteinander verbunden.

Konkrete Ergebnisse zur geplanten Zusammenarbeit werden der Landkreis und beide diakonische Unternehmen im Verlauf und Fortschritt der Gespräche veröffentlichen.

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