Projekt der Berufsfachschule für Sozialpflege mit dem Wohnpark Neuendettelsau


Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule für Sozialpflege interviewten zum Abschluss des gemeinsamen Projekts Bewohnerinnen des Wohnparks der Diakonie Neuendettelsau. © Foto: Diakonie Neuendettelsau/Thomas Schaller


In diesem Schuljahr gab es zum ersten Mal eine Kooperation zwischen den Schülerinnen und Schülern der Berufsfachschule für Sozialpflege und Bewohnerinnen des Wohnparks der Diakonie Neuendettelsau.

„Im Rahmen des Projekts sollen die Schüler praktisch erleben, was neben der Pflege auch möglich ist“, erläutert Astrid Oswald, Dozentin für Musik am Beruflichen Schulzentrum der Diakonie Neuendettelsau. Sie ist Diplom-Musikerin und hat Weiterbildungen in Musikgeragogik (Musik mit alten Menschen) sowie im systemisch pädagogischen Bereich. Früher hätten ihr die Schülerinnen immer erzählt, dass sie in der Praxis keine Zeit für solche Aktionen hätten, die Oswald mit ihnen im rein schulischen Kontext des Unterrichts machte. Nachdem die Grundidee, theoretischen Unterricht mit praktischen Unterrichtseinheiten zu ergänzen mit der früheren Koordinatorin Gerda Doppelhammer-Schindler abgestimmt war, hat sie nun auch ihr Nachfolger Friedrich Rohm gerne unterstützt und weiterentwickelt. Inzwischen ist es zu einer guten Gewohnheit geworden, dass die Schülerinnen und Schüler ein bis zwei Mal im Monat zu den Senioren in den Wohnpark kommen. „Schön, dass Neuendettelsau mit seinen vielen Einrichtungen so eine Möglichkeit bietet“, findet Astrid Oswald. So gelinge es auch immer leichter, dass die Schüler selbst Ideen zur Arbeit mit den Senioren entwickeln. Im gemeinsamen Singen finden die Schüler auch einen besseren Zugang zu Volksliedern, die ihnen ansonsten kaum noch bekannt sind.

Mit älteren Menschen Musik zu machen, sei eine schöne Erfahrung, die man gemacht haben sollte, wenn man in einen solchen Beruf geht, ist Astrid Oswald überzeugt.

Bei der Abschlussaktion wurde viel gemeinsam gesungen, aber die Schülerinnen und Schüler hatten auch Fragen an die Senioren vorbereitet. Um die Schulzeit vor Jahrzehnten ging es dabei, aber auch um die Herkunft, die Familie und die Zufriedenheit mit der jetzigen Wohnsituation. Zu ihren schönsten Erlebnissen zählten die Seniorinnen die Zeit in einstigen Heimatorten wie Königsberg. Geld nannte eine der Wohnpark-Bewohnerinnen zwar wichtig, aber nicht das Wichtigste im Leben. Aber auch Erinnerungen an die Bombennächte im 2. Weltkrieg sind manchen Seniorinnen noch präsent.

Spontan durften die älteren Damen auch Fragen an die Schüler richten. Sie interessierten sich vor allem für die Zukunftspläne der jungen Leute, aber auch für die Spiele, die sie spielen. Dabei zeigte sich, dass gemeinsames Spielen auch eine Idee für das kommende Schuljahr sein könnte, in dem das Projekt wieder laufen soll.

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