Diakonie Neuendettelsau bildet Demenzbegleiter aus

Hilfe und Entlastung für pflegende Angehörige und Menschen mit Demenz: Ende Oktober beginnt ein neues Schulungsprogramm zum ehrenamtlichen Helfer für Menschen mit Demenz.

Neu ist die Möglichkeit entweder ehrenamtlicher Helfer für Menschen mit Demenz zu werden oder sich für die Schulung „Qualifizierung haushaltsnahe Dienstleistungen“ zu entscheiden.

Jeder zehnte über 65-Jährige leidet in Bayern an Demenz teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit. Ab einem Alter von 85 Jahren ist dem Bericht zufolge sogar knapp jeder Vierte betroffen. Menschen die an Demenz leiden, brauchen im Fortschreiten der Erkrankung rund um die Uhr Betreuung. Damit die Erkrankten möglichst lange im eigenen zuhause bleiben können, übernehmen meistens Familienangehörige die Pflege. Damit das gut funktioniert, benötigen pflegende Angehörige Hilfe und Entlastung. Christiane Schuh und Brigitte Völkert von der Fachstelle für pflegende Angehörige der Diakonie Neuendettelsau stehen ihnen beratend zur Seite. „Um zu helfen, suchen wir Mitmenschen, die bereit sind, stundenweise mit einem Demenzpatienten den Alltag zu gestalten“, erklärt Christiane Schuh. Das kann Spazierengehen sein, Eis essen, Kartenspielen oder eine Geschichte vorlesen. „Je nach persönlicher Vorliebe können diese Menschen Lichtblicke in den Alltag der Erkrankten bringen“, betont sie.

Der Umgang mit Demenzerkrankten kann in einer Helferschulung erlernt werden. Die Fachstelle für pflegende Angehörige bietet dazu ein Schulungsprogramm an. Hier bekommen zukünftige Helfer neben Informationen zur Erkrankung und den Auswirkungen auf das Alltagsleben, Wissen zur Begleitung und Beschäftigung im Miteinander. Gemeinsam mit den Referentinnen werden Umgangsformen und Rollenverständnis sowohl des Betroffenen als auch der Angehörigen und ihrer Rolle als Helfende erörtert. Anhand von Fallbeispielen in Kleingruppenarbeit können diese dann eingeübt werden.

Neu ist in diesem Jahr die Möglichkeit entweder ehrenamtlicher Helfer für Menschen mit Demenz zu werden, oder sich für die „Qualifizierung haushaltsnahe Dienstleistungen“ zu entscheiden.

Von links: Christiane Schuh, Uwe Gleißberg und Gerda Böhm haben die Inhalte und Organisation der Schulung übernommen.

Die Schulungen laufen parallel, starten am 27. Oktober und enden am 20. November 2018. Nach 40 Unterrichtseinheiten an vier Samstagen (jeweils 9 bis 16.30 Uhr) und dem Abschluss am Dienstagnachmittag, erhalten die Absolventen ein Zertifikat. Für erbrachte Betreuungsstunden erhalten die Freiwilligen Helfer eine Aufwandsentschädigung.

Weitere Informationen und Anmeldung zu den Kursen sind bei der Fachstelle für pflegende Angehörige Stadt- und Landkreis Ansbach in Neuendettelsau, Heilsbronner Str.44 (hinter der Clinic) unter der Tel 09874 85555 oder per mail an angehoerigenberatung.ansbach@diakonieneuendettelsau.de erhältlich.

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