Wohnen Polsingen von Diakoneo stellt neues Projekt beim Gartenfest vor


Pfarrer Wolfgang Schmitz pflanzte beim Gartenfest mit der Gemeinde einen Maulbeerbaum als Zeichen des Neubeginns. © Diakoneo/Roswitha Fingerhut

Beim diesjährigen Gartenfest von Wohnen Polsingen traf Altbewährtes auf Neues: Bei schönstem Wetter feierten die Bewohner und Mitarbeiter der Einrichtungen wieder mit ihren Angehörigen und Besuchern. Besonders die kreativen Mitmachangebote in Förderstätten und Werkstätten kamen gut an. Es gab zahlreiche kulinarische Leckereien und Musik von der Bigband der Realschule Wemding und den Gunzenhäuser Blous'n.

Neu war, dass das Fest zum ersten Mal im Zeichen des fusionierten Unternehmens Diakoneo stattfand. Pfarrer Wolfgang Schmitz thematisierte im Gottesdienst mit der Geschichte um Jesus und den Zöllner Zachäus den Neubeginn und pflanzte mit der Kirchengemeinde einen kleinen Maulbeerbaum vor der Kirche zum Guten Hirten.

Jürgen Zenker, Vorstand Dienste für Menschen bei Diakoneo, sprach beim Frühschoppen über den Zusammenschluss der Diakonie Neuendettelsau mit dem Diak Schwäbisch Hall. Diakoneo ist mit rund 10.000 Mitarbeitern nun das größte diakonische Unternehmen in Süddeutschland.

Die Ziele des Gesetzes zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen – kurz Bundesteilhabegesetz, bekräftigte Zenker, auch wenn er bedaure, dass die Umsetzung zum Teil einen bürokratischen Zusatzaufwand mit sich bringe.

Fit für die Zukunft

Margit Schmutterer, Leiterin Offene Hilfen Oettingen, stellte im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes das neue Projekt „FIT für die Zukunft – Assistenz zur persönlichen Lebensplanung“ vor. Ziel des Projektes ist es, die Persönlichkeit der Menschen mit Behinderung zu stärken und sie dazu befähigen, ihre eigenen Wünsche zu erkennen und umzusetzen, erklärte Schmutterer.

Eine übergreifende Projektgruppe von Mitarbeitenden, Bewohnervertretungen und Werkstatträten hat das Konzept in der Region Polsingen, Oettingen und Gunzenhausen erarbeitet. Einen Förderantrag für das Projekt wurde bei Aktion Mensch gestellt. Die Wilhelm-Löhe-Hochschule Fürth wird das Angebot wissenschaftlich begleiten. Ab Herbst können sich interessierte Menschen mit Behinderung um eine Teilnahme beim Projekt bewerben.

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