Nach drei Jahren ging die Konzertreihe „Bunte Vielfalt“ zu Ende


Schülerinnen und Schüler der Musikschule Rezat Mönchswald gestalteten das letzte Konzert aus der Reihe „Bunte Vielfalt“ in Neuendettelsau. © Diakonie Neuendettelsau/Thomas Schaller


Mit einem Nachmittag unter dem Motto „Klassik für alle Sinne“ ist in Neuendettelsau die Konzertreihe „Bunte Vielfalt“ nach drei Jahren zu Ende gegangen.

Schülerinnern und Schüler der Musikschule Rezat Mönchswald unterhielten beim letzten Konzert die zahlreichen Besucher im voll besetzten Café des Wohnparks der Diakonie Neuendettelsau. Streicher, Flöten und ein Gesangs-Ensemble luden zum Zuhören und Träumen ein.

Astrid Grün sorgte mit „Freude schöner Götterfunken“ auf ihrer Blockflöte für einen dem Anlass angemessenen feierlichen Auftakt. Danach gehörte die Bühne dem Streicherensemble mit Viola Hausleitner, Julia Friedlein, Klara Raab und Eva Hausmann sowie ihren Lehrerinnen. Pop-Klassiker wie „Morning has broken“ hatte das Blockflötenduo Sophie Herbig und Jakoba Bittel mitgebracht. Ihr Können am Klavier bewies Leilani Salvan. Die Sängerinnen Alina Haumann, Constanze Durst, Franziska Kopp und Linda Reule wurden von Musiklehrerin Anja Ring am Klavier begleitet.

Die Vorgeschichte der Konzertreihe begann im Jahr 2013 als Christiane Schuh (heute in der Fachstelle für pflegende Angehörige tätig) und Friedrich Rohm (jetzt Koordinator im Wohnpark) sich dazu entschlossen, mit Hilfe von öffentlichen Veranstaltungen das Thema „Menschen mit Demenz“ stärker ins Bewusstsein zu bringen. Namhafte Experten wie Prof. Dr. Elmar Gräßel, aber auch eine Betroffene, informierten danach in Neuendettelsau über Demenz und den Umgang damit.

Eine Erkenntnis daraus war, dass Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen oft isoliert sind und sich ausgegrenzt fühlen. Das gilt auch für Konzerte, die häufig zu lang für die Betroffenen sind. Daher wurde die Konzertreihe „Bunte Vielfalt“ ins Leben gerufen, die einen Musikgenuss in kompakter Form bot. Dabei waren aber alle Konzerte immer offen für Musikbegeisterte mit und ohne Einschränkungen. Blechbläser, Zitherklänge und Profis von „Harmonia Vocalis“ waren im Lauf der Jahre zu hören und blieben mit ihren Auftritten in Erinnerung. „Wir wollten für Momente erleben, was Freude macht, verbindet und mitten im Leben hält“, erzählt Christiane Schuh, die als Mitglied der Diakonischen Schwestern- und Brüderschaft optimistisch ist, dass das in anderer Form weiterhin möglich sein wird: „Es wird immer junge Menschen geben, die Freude daran haben, für ein dankbares Publikum zu singen und zu musizieren“. Diese Dankbarkeit formulierte während des Konzerts eine Zuhörerin, die spontan im Namen der Besucher aufstand und den jungen Musikern sagte, wieviel Freude sie bei der schönen Musik empfand - und die Lehrerinnen der Musikschule Rezat Mönchswald sagten auch schon zu, wieder einmal zu kommen. 

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