Standorte bündeln ihre Kompetenzen, um Patienten optimal zu behandeln

Mit einem neuen Konzept verknüpft die Diakonie Neuendettelsau die medizinischen Leistungen aller ihrer Krankenhäuser. Gleichzeitig werden die Konzepte der einzelnen Krankenhäuser weiter entwickelt. Zu dem Verbund gehören die Klinik Hallerwiese in Nürnberg (eine der größten Geburtskliniken in Deutschland), die Cnopfsche Kinderklinik, die Rangauklinik in Ansbach, die Clinic Neuendettelsau und seit dem Jahresanfang das Krankenhaus Schwabach.

Ziel ist es, die Patienten optimal zu behandeln und gleichzeitig trotz schwieriger Rahmenbedingungen wirtschaftlich zu arbeiten. „Die Grund- und Regelversorgung in Schwabach und Neuendettelsau bleibt bestehen“, versichert Dr. Mathias Hartmann, der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Neuendettelsau: „Jeder kann sich weiterhin mit seinen gesundheitlichen Problemen wohnortnah an uns wenden“. Die Krankenhäuser in Schwabach und Neuendettelsau sowie die Klinik Hallerwiese/Cnopfsche Kinderklinik in Nürnberg sind darüber hinaus für ihre Patienten weiterhin rund um die Uhr mit ihrer stationären Notfallversorgung da.

„Wir werden die Patienten darüber informieren, in welchem unserer Häuser sie mit einer speziellen Diagnose am besten versorgt werden können“, kündigt Dr. Rainer Pfrommer (Vorstand Gesundheit der Diakonie Neuendettelsau) an. Die Zusammenarbeit der Kliniken erstreckt sich auch auf Ärzte, die durch flexible überörtliche Einsätze für eine qualitativ hochwertige Behandlung sorgen.

Der Fokus liegt auf der Clinic Neuendettelsau und dem Krankenhaus Schwabach. Die Kardiologie wird künftig als standortübergreifende, eigenständige Fachabteilung an beiden Häusern von einem gemeinsamen Chefarzt geführt.

Im Bereich der Allgemein- und Viszeralchirurgie liegt der Schwerpunkt in Neuendettelsau künftig beim Hernien-Kompetenzzentrum, während sich das Krankenhaus Schwabach auf die Tumor- und Viszeralchirurgie konzentriert – mit dem Ziel, ein Darmzentrum zu etablieren. Die Schilddrüsenchirurgie in Schwabach wird ausgebaut.

An der Clinic Neuendettelsau wird der altersmedizinische Schwerpunkt an Bedeutung gewinnen. Eine Abteilung für Innere Medizin, Geriatrie, Gastroenterologie und Palliativmedizin bietet Senioren mit komplexen Erkrankungen aus der gesamten Region eine fachlich hochwertige Behandlung an. Ein interdisziplinäres „Alterstraumatologisches Zentrum“ kümmert sich um Notfallpatienten, die von einer akutgeriatrischen Behandlung profitieren können. In Neuendettelsau entsteht in Zukunft ein Wirbelsäulenzentrum, in dem die Wirbelsäulen-Operationen gebündelt werden. Schließlich wird an der Clinic Neuendettelsau der Schwerpunkt für Schulterchirurgie etabliert.

Im Krankenhaus Schwabach wird mit der Wiederbesetzung der vakanten Chefarztposition in der Inneren Medizin mit einem Gastroenterologen ein besonderer Schwerpunkt gesetzt. Außerdem wird am Krankenhaus Schwabach die Schlaganfallversorgung im Verbund zentriert. Der bestehende Endoprothetik-Schwerpunkt in Schwabach wird durch die Bündelung elektiver Knie-Endoprothesen gestärkt und auch die stationäre Versorgung von Patienten mit chronischen Schmerzen wird fortgeführt.

Die Nürnberger Doppelklinik sowie die Rangauklinik in Ansbach nutzen die Synergien im Verbund, haben aber schon klare medizinische Schwerpunkte und sind deshalb nicht die primären Ansatzpunkte des Verbundkonzepts. Das Konzept wurde in den letzten Monaten in Workshops von den Führungskräften aus Medizin und Verwaltung gemeinsam mit einer Unternehmensberatung entwickelt und nun vom Vorstand der Diakonie Neuendettelsau beschlossen.

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