Integrative Laurentius-Kindertagesstätte fördert die Sprachentwicklung

Jakob und Zeinep entdecken gemeinsam mit Vanessa Traub (links) in der Laurentius-Kita die Welt der Buchstaben und Worte.

Die faszinierende Welt der Worte können Mädchen und Jungen in der Laurentius-Kindertagesstätte der Diakonie Neuendettelsau ab sofort spielerisch entdecken. In der neu eröffneten Schreibwerkstatt kann man zum Beispiel Zeichen in eine Sandwanne malen oder vielleicht auch schon eine Postkarte an seine Mama schreiben.

Etwa vier Jahre alt sind Kinder im Durchschnitt, wenn sie beginnen, sich für das Schreiben zu interessieren, weiß Kita-Leiterin Cosima Faulhaber. Im Tandem mit der Leitung kümmert sich Carolin Käferlein-Friederich um das Projekt „Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“. Sie wurde als Fachkraft für Sprache speziell eingestellt. Ihre Aufgabe ist es unter anderem, das ganze Team zu schulen und fachlich zu begleiten.

Sprachliche Bildung ist besonders wirksam, wenn sie früh beginnt. „Im Alltag finden wir viele Anlässe, um die Sprachentwicklung der Kinder anzuregen“, erzählt Carolin Käferlein-Friederich. Das Anziehen an der Garderobe kann man genauso sprachlich begleiten wie den Morgenkreis. Bücher sind neben der inklusiven Pädagogik ein wichtiger Schwerpunkt, denn durch das Vorlesen von Bilderbüchern bringen die Kinder Bilder mit Worten in Verbindung. „Die Kinder sollen sich geborgen fühlen“, sagt Cosima Faulhaber. Deshalb wird beim Anschauen der Bücher auch viel gekuschelt. Spaß und Freude stehen bei allen Aktivitäten im Vordergrund.

Lukas und Aiden haben die Stempel für sich entdeckt.

Die Anregungen sollen so gestaltet sein, dass kein Kind große Hürden überwinden muss, um sie anzunehmen. Das gilt für einfache Vorübungen genauso wie für das Schreiben des eigenen Namens. Am Bürotisch dürfen die Kinder Papiere lochen und eigene Büchlein basteln. Die individuellen Interessen des Kindes bestimmen, an welcher Stelle die sprachliche Bildung ansetzt.

Eingebunden in die „Sprach-Kita“ sind auch die Familien. Die Mitarbeitenden der Laurentius-Kita packen kleine Medienpakete mit Kassetten und Büchern, die leihweise mit nach Hause genommen werden dürfen. Diese Taschen gibt es auch mit mehrsprachigen Angeboten, wovon

Familien mit Migrationshintergrund besonders profitieren. „Damit reagieren wir auf die aktuellen Herausforderungen“, erläutert Cosima Faulhaber.

Mit dem Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ stärkt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die alltagsintegrierte sprachliche Bildung, die inklusive Pädagogik sowie die Zusammenarbeit mit Familien.


Marie schreibt in der Werkstatt eine Postkarte an ihre Mama.


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