148 Jahre alter Baum musste gefällt werden


Die 148 Jahre alte Friedenseiche in Neuendettelsau war so stark geschädigt, dass sie gefällt werden musste. © Diakonie Neuendettelsau/Thomas Schaller

In Neuendettelsau wurde die 148 Jahre alte „Friedenseiche“ gefällt. Der Baum, der das Ortsbild an der Einmündung der Altendettelsauer Straße in die Wilhelm-Löhe-Straße prägte, war in so schlechtem Zustand, dass er Fußgänger und Autos gefährdete. Die Diakonie Neuendettelsau wird aber einen stattlichen neuen Baum als Ersatz pflanzen.

Die Baumsachverständige Eva Adelmann aus Kalchreuth hatte die Stieleiche im Auftrag des Diakonie-Gärtnermeisters Benjamin Weiß gründlich untersucht. Dabei stellte sie fest, dass es auf der Nordwestseite schon keine starken Äste mehr gab. Die Krone war deswegen einseitig. An einem bereits abgestorbenen Ast fand die Sachverständige einen Pilzfruchtkörper.

Der Stamm hatte auf der Nordseite teilweise keine Rinde mehr und faulte. Auch die Wurzeln waren stark geschädigt. Um den Holzabbau genauer beurteilen zu können, wurde an mehreren Stellen gebohrt. Die Bohrungen bestätigten, dass der Zustand der Eiche sehr schlecht war. Gerade bei Stürmen wäre die Standsicherheit eventuell gefährdet gewesen. Da der Baum an einem zentralen Platz stand, sind die Anforderungen an die Verkehrssicherheit besonders hoch. Viele Schüler, Besucher der Laurentiuskirche und der Einrichtungen der Diakonie laufen auf den Wegen direkt am Stamm.

Auch ein Vertreter des Landratsamts als zuständiger Naturschutzbehörde hat den Baum besichtigt und den desolaten Zustand bestätigt. Die Naturschützer stimmten deshalb der Fällung zu, obwohl sie den Verlust des Baumes sehr bedauern. Nach der Fällung wurde der Baum als Totholz in den Wald bei Neuendettelsau gelegt.

Als Symbol für die Völkerverständigung taugte die Friedenseiche trotz ihres Namens nur bedingt. Sie war am 19. Mai 1871 im Triumph über den militärischen Sieg im Krieg gegen Frankreich gepflanzt worden. Der Feind habe sich „schimpflich für ihn“ unter „das Joch des Friedens“ gebeugt, sagte Vikar Johannes Deinzer bei der Pflanzung. Zuvor hatten etwa 50 Diakonissen das „namenlose Elend“ dieses Krieges in Front- und Heimatlazaretten erlebt, wie Schwester Sara Hahn berichtet hatte. Sie wirkte gegen Ende des Krieges mit acht weiteren Neuendettelsauer Schwestern in einem Feldspital im Schloss von Versailles und nahm dort 1871 auch an der Proklamation des deutschen Kaisers Wilhelm teil. 

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