Einstieg zum 1. Januar 2018

Der Schwabacher Stadtrat hat dem Teilverkauf des Stadtkrankenhauses an das Evangelisch-Lutherische Diakoniewerk Neuendettelsau einstimmig zugestimmt. Der Verkauf eines Anteils von 75 Prozent der Schwabacher Klinik-gGmbH wurde nun notariell beurkundet. Die Stadt Schwabach behält einen Anteil von 25 Prozent, wobei für wesentliche Entscheidungen in der Gesellschafterversammlung (z.B. die Veräußerung eines Gesellschaftsanteils oder Änderungen am staatlichen Versorgungsauftrag) das Einstimmigkeits­prinzip gilt.

Das Schwabacher Haus bleibt als Krankenhaus zur Grundversorgung der Bevölkerung erhalten und firmiert künftig unter „Krankenhaus Schwabach gGmbH“ (vorher: Stadtkrankenhaus der Stadt Schwabach gGmbH). Für die Beschäftigten gilt ein tariflicher Bestandsschutz, betriebsbedingte Kündigungen sollen vermieden, mindestens aber ein adäquater Alternativarbeitsplatz angeboten werden.

Bei der Vertragsunterzeichnung (von links): Dr. Mathias Hartmann, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Neuendettelsau, Diakon Klaus Seitzinger, Geschäftsführer des Stadtkrankenhauses, Notar Lars Liebing, Dr. med. Rainer Pfrommer, Vorstand Gesundheit der Diakonie Neuendettelsau, Wirtschaftsreferent Sascha Spahic und Oberbürgermeister Matthias Thürauf.

„Die Stadt will Schwabach als Krankenhausstandort dauerhaft erhalten und dabei die medizinische Qualität und die Wirtschaftlichkeit verbessern. Für ein kleines Haus allein war dies unter den gesetzlichen Rahmenbedingungen auf Dauer nicht zu gewährleisten. Wir haben mit der Diakonie Neuendettelsau einen starken Partner gefunden, der die gemeinnützige Trägerschaft weiterführt“, so Oberbürgermeister Matthias Thürauf.

„Wir werden das Stadtkrankenhaus Schwabach in das Netzwerk unserer Kliniken einbinden und nachhaltig aufstellen. So können wir trotz schwieriger Rahmenbedingungen eine gute Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung sichern“, erklärt Dr. Mathias Hartmann, der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Neuendettelsau.

Durch die Erzeugung fachlicher und wirtschaftlicher Synergieeffekte können zukünftig vorhandene Angebote stabilisiert und ausgebaut sowie neue Angebote aufgebaut werden. Die Stadt Schwabach stellt durch eine Beteiligung an Investitionen und möglichen Verlusten eine kontinuierliche Entwicklung des Krankenhauses sicher. Obwohl der Stadt nur ein Anteil von 25 Prozent verbleibt, beteiligt sie sich die nächsten zehn Jahren mit 50 Prozent an den erforderlichen Mitteln.

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