Der Schwabacher Stadtrat hat dem Teilverkauf des Stadtkrankenhauses an

das Evangelisch-Lutherische Diakoniewerk Neuendettelsau einstimmig

zugestimmt. Der Verkauf eines Anteils von 75 Prozent der Schwabacher KlinikgGmbH

wurde nun notariell beurkundet. Die Stadt Schwabach behält einen

Anteil von 25 Prozent, wobei für wesentliche Entscheidungen in der

Gesellschafterversammlung (z.B. die Veräußerung eines Gesellschaftsanteils

oder Änderungen am staatlichen Versorgungsauftrag) das Einstimmigkeitsprinzip

gilt.

Das Schwabacher Haus bleibt als Krankenhaus zur Grundversorgung

der Bevölkerung erhalten und firmiert künftig unter „Krankenhaus

Schwabach gGmbH“ (vorher: Stadtkrankenhaus der Stadt Schwabach

gGmbH). Für die Beschäftigten gilt ein tariflicher Bestandsschutz,

betriebsbedingte Kündigungen sollen vermieden, mindestens aber ein

adäquater Alternativarbeitsplatz angeboten werden.

„Die Stadt will Schwabach als Krankenhausstandort dauerhaft erhalten und

dabei die medizinische Qualität und die Wirtschaftlichkeit verbessern. Für ein

kleines Haus allein war dies unter den gesetzlichen Rahmenbedingungen auf

Dauer nicht zu gewährleisten. Wir haben mit der Diakonie Neuendettelsau

einen starken Partner gefunden, der die gemeinnützige Trägerschaft weiterführt“,

so Oberbürgermeister Matthias Thürauf.

„Wir werden das Stadtkrankenhaus Schwabach in das Netzwerk unserer

Kliniken einbinden und nachhaltig aufstellen. So können wir trotz schwieriger

Rahmenbedingungen eine gute Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung

sichern“, erklärt Dr. Mathias Hartmann, der Vorstandsvorsitzende der Diakonie

Neuendettelsau.

Durch die Erzeugung fachlicher und wirtschaftlicher Synergieeffekte können

zukünftig vorhandene Angebote stabilisiert und ausgebaut sowie neue

Angebote aufgebaut werden. Die Stadt Schwabach stellt durch eine

Beteiligung an Investitionen und möglichen Verlusten eine kontinuierliche

Entwicklung des Krankenhauses sicher. Obwohl der Stadt nur ein Anteil von 25

Prozent verbleibt, beteiligt sie sich die nächsten zehn Jahren mit 50 Prozent an

den erforderlichen Mitteln.

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