Unser Menschenbild

Menschen mit Behinderungen sind eigenständige, individuelle Persönlichkeiten mit eigenen Bedürfnissen, Wünschen, Fähigkeiten und Zukunftsplänen – wie alle anderen auch.

Mit unseren speziellen Angeboten und Dienstleistungen schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass Menschen mit Behinderung im Rahmen ihrer Fähigkeiten so selbstständig und selbstbestimmt wie möglich wohnen, leben und arbeiten können.

Die Teilhabe am Leben in unserer Gesellschaft ist dabei unser größtes Anliegen.

Kontakt

Direktion Dienste für Menschen mit Behinderung
Wilhelm-Löhe-Str. 23
91564 Neuendettelsau

Tel.: +49 (0) 98 74 / 8 - 34 77 (bei Aufnahmeanfragen)
Tel.: +49 (0) 98 74 / 8 - 32 76 (bei allen anderen Anliegen)
Fax: +49 (0) 98 74 / 8 - 34 30

E-Mail schreiben

Jeder möchte es: selbstständig und selbstbestimmt leben!

Unsere oberste Priorität ist es, Menschen mit Behinderung in ihrem ganz persönlichen Lebensweg zu begleiten. Wir verstehen uns als Assistenten, die in dem Maß unterstützend tätig werden, wie es für den Einzelnen hilfreich ist.

Dies berührt auch die Gestaltung der Freizeit: In den einzelnen Regionen organisieren wir ein umfangreiches Freizeit- und Bildungsprogramm, das den unterschiedlichsten Neigungen und Interessen entgegenkommt. Wir fördern die politische Bildung, bieten Unterstützung beim Lesen und Schreiben oder durch Computerkurse und verschiedene Sportangebote. Kreatives Gestalten, gemeinsames Musizieren oder das Erleben in der Natur fördert die Fähigkeit zum Leben in einer Gemeinschaft.

Aktive Mitwirkung - Gestalter und Akteure willkommen!

In unseren Werkstätten haben wir sogenannte Werkstatträte und Heimbeiräte eingerichtet. Sie sind in ihren Aufgaben und in ihrer Funktion mit Betriebsräten vergleichbar.

Die Bewohner und Bewohnerinnen in unseren Wohngruppen und Wohnheimen sowie die Beschäftigen in den Werkstätten wählen regelmäßig in jeder Region aus ihren eigenen Reihen Heimbeiräte und Werkstatträte, die ihre Anliegen vertreten.

Sie gestalten also ihren Wohn- und Arbeitsalltag aktiv mit und nehmen direkten Einfluss auf ihre Wohn- und Arbeitsbedingungen, sind in Planungen eingebunden, gestalten betriebliche Angelegenheiten mit und sprechen bei Fragen der Verpflegung oder der Fort- und Weiterbildung mit.

Die Möglichkeit zur Mitwirkung besteht aber nicht nur über diese selbstgewählten Beiräte, auch bei jeder konkreten Einzelmaßnahme wird die jeweilige Person in die Entscheidung mit einbezogen.

Die Anliegen unserer über 400 Sportler werden in jeder Region durch Athletensprecher vertreten.

Ganzheitlich - was heißt das eigentlich?

Wir gehen von einem Menschenbild aus, das alle Bereiche unseres Menschseins einschließt. Diese Bereiche stehen nicht isoliert für sich, sondern sind miteinander verbunden, sie stehen in Zusammenhang. Diesem Ansatz folgend, richten wir in unserem Angebot unser Augenmerk nicht nur auf einen einzelnen Aspekt, sondern betrachten den Menschen in seiner "Ganzheitlichkeit", also insgesamt, mit allem was ihn ausmacht. Dazu gehören auch sein soziales Umfeld, seine Herkunft und Biografie, seine Familie und seine geistigen Wurzeln.

Dementsprechend haben wir unser Angebot gestaltet:

Die individuellen Bedürfnisse, Fähigkeiten und Entfaltungsmöglichkeiten eines Menschen mit Behinderung stehen bei uns im Vordergrund. Gemeinsam mit dem Behinderten, mit seiner Familie oder seinen Betreuern überlegen wir, welche Form der Unterstützung nötig ist und gewünscht wird. Im Anschluss daran empfehlen wir ein Bündel von Maßnahmen, das die Bereiche Wohnen und Freizeit sowie Arbeit und Beschäftigung für Menschen mit Behinderung einschließt.

 

Soziale Integration und Selbstbestimmung

Eine Behinderung darf nie Anlass für Ausgrenzung sein. Deshalb ist für uns die soziale Integration von Menschen mit einer Behinderung von herausragender Bedeutung. Wir nehmen ihr Selbstbestimmungsrecht ernst und verstehen uns als partnerschaftliche Unterstützer.

Glaube und geistliches Leben

Der Glaube bietet Halt, Hoffnung und Hilfe. Das ist unsere Überzeugung, die wir in einem regen geistlichen Leben zum Ausdruck bringen. Gottesdienste und Andachten, pastorale und seelsorgerliche Begleitung, sowie das Angebot lokaler Kirchengemeinden, sind selbstverständliche Bestandteile unseres Alltags.

Individuelle Angebote

Wir möchten, dass sich Menschen mit Behinderung bei uns von Anfang an verstanden und gut aufgehoben fühlen. Deshalb informieren wir umfassend, beraten eingehend und konzipieren individuelle Hilfsangebote, die auf nachvollziehbaren Entscheidungen beruhen.

Wir legen Wert darauf, dass jeder seine Ressourcen nutzen kann und bei der Entwicklung seiner Persönlichkeit gestärkt wird.

Gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft

Die Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ist im März 2009 in Deutschland in Kraft getreten.

Für Politik, Verwaltung und für die Gerichte sind die Vorgaben dieser Konvention verbindlich.

Die UN-Konvention fordert die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben.

Außerdem soll Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht werden. So muss es die Möglichkeit zu einer freien Wahl von Wohnart und Wohnort und von Unterstützungsangeboten geben. Es gilt der Grundsatz:

Gleiche Rechte für alle!

Wir setzen uns energisch für die Umsetzung dieser Grundsätze ein. Seit Juli 2009 nutzen wir intern das Instrument der Integrationsvereinbarung. Damit werden die Chancen von schwerbehinderten Menschen in der Arbeitswelt verbessert.

Grundwortschatz schafft Teilhabe

Kommunikation ist ein Grundbedürfnis jedes Menschen. Dadurch wird ein Leben in der Gesellschaft möglich. Wir alle brauchen Partner, denen wir etwas mitteilen und Werkzeuge, mit denen wir kommunizieren können.

Wir unterstützen unsere Bewohner in unseren Einrichtungen für Menschen mit Behinderung in ihrer Kommunikation. Dazu nutzen wir unter anderem Bildsymbolkarten und andere technische Hilfsmitteln mit denen sich Menschen, die nicht sprechen können, mitteilen können.

So können sich Menschen mit Behinderung aktiver am Gemeinschaftsleben beteiligen. Wir nennen dies „Unterstützte Kommunikation“.

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