Wer an den Pumuckl denkt, hat sofort ein Bild im Kopf. Rote Haare, gelber Pulli, grüne Hose und zwei ziemlich große Schneidezähne gehören zu dem frechen Kobold, den Ellis Kaut erfunden hat. Gezeichnet hat den Kinderbuch-Klassiker die Künstlerin Barbara von Johnson. Für das Plakat zur aktuellen Inszenierung der Bruckberger Theatergruppe „Rampenlicht“ hat Barbara von Johnson nun extra einen Original-Pumuckl gemalt.


Die Idee dazu hatte Steffi Vogel-Bagnall, die Enkelin der Schriftstellerin Ellis Kaut. Sie kümmert sich um das literarische Erbe ihrer Großmutter. „Warum lassen Sie den Pumuckl nicht von Barbara von Johnson malen, die macht das bestimmt gern“, meinte sie, als Rampenlicht-Regisseur Martin Piereth sich an sie wandte, um die Aufführungsrechte zu erwerben. So kam es dann auch: „Ein tolles Ergebnis“, findet Piereth.

2016 hatte die schon mehrfach preisgekrönte Bruckberger Theatergruppe schon einmal den „Pumuckl“ gegeben. In diesem Jahr bringt sie „Neues vom Pumuckl“ auf die Bühnen in Ansbach und Feuchtwangen.

Mit auf dem Plakat ist der 34-jährige Schauspieler mit Down-Syndrom Matthias Luft zu sehen, der in der neuen Inszenierung erneut in seiner Lieblingsrolle als Polizist mitwirkt. „Das setzt er fantastisch um“, meint Regisseur Martin Piereth.

Das Plakatfoto nahmen die Rampenlichter so auf, als ob Matthias Luft mit dem (fiktiven) Pumuckl spricht, der auf dem Schreibtisch positioniert ist. In Wahrheit kommunizierte der Schauspieler mit seinem Regisseur, der unter dem Schreibtisch auf dem Boden lag. Das Plakat selbst hat wieder Anton Krämer gestaltet, der diese Arbeit seit Jahren kostenlos und ehrenamtlich übernimmt.


Für ihr diesjähriges Stück hat die Theatergruppe drei Geschichten zu einer Handlung zusammengeführt und frei inszeniert. In der ersten Geschichte „Pumuckl ist an gar nichts schuld“ geht es darum, dass sich Frau Eichinger, die Putzfrau von Meister Eder, den Arm gebrochen hat. Die Aushilfe ist mehr als schusselig und bringt alles durcheinander. Zunächst gerät der Kobold unter Verdacht, aber dieses Mal kann er gar nichts dafür.

Die Presse bekommt Wind von der Sache

Die zweite Geschichte „Pumuckl will berühmt werden“ beginnt damit, dass ein Kunde der Presse von seiner Vermutung berichtet, dass Meister Eder einen Kobold beherbergt. Schon rückt ein Fernsehteam an, um in der Schreinerwerkstatt Interviews zu führen. Pumuckl findet es toll, dass eine Reportage gedreht wird, Meister Eder eher weniger…

Zum Abschluss ist Meister Eder in „Pumuckl und das Spanferkelessen“ zu einem solchen Festmahl eingeladen. Pumuckl darf nicht mit und ist deswegen so beleidigt, dass er lautes Chaos veranstaltet. Das lockt nicht nur drei neugierige Nachbarinnen an, sondern natürlich auch die Polizei.

„Wir haben bei den Proben viel zu lachen“, erzählt Martin Piereth, der den Zuschauern ausgesprochen lustige Aufführungen verspricht.

Die Premiere von „Neues vom Pumuckl“ beginnt am Samstag, 26. Mai, um 15 Uhr im Theater Ansbach. Eine weitere Aufführung findet am Sonntag, 27. Mai, an gleicher Stelle ebenfalls um 15 Uhr statt. Karten dafür gibt es beim Theater Ansbach, Promenade 29, Telefon 0981 970400.

Bei den Kreuzgangspielen in Feuchtwangen ist die Inszenierung am 1. August und am 3. August jeweils um 13 Uhr zu sehen. Karten können telefonisch in Bruckberg unter der Nummer 09824 58108 bestellt werden. Hier gibt es auch weitere Informationen. 

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