Die Diakonie Neuendettelsau unterstützt Praktikanten in allen Berufsfeldern

Praktikanten sind die Fachkräfte von morgen. Im Bereich Wohnen der Dienste für Menschen mit Behinderung der Diakonie Neuendettelsau ist jeder willkommen. Neben dem zweijährigen Praktikum, dem Diakonischen Jahr (Freiwilliges Soziales Jahr) oder einwöchigen Schnupperpraktika ist alles möglich. Egal ob während der Schule, vor dem Studium oder als Vorpraktikum vor der Ausbildung zum Heilerziehungspfleger. René Reinelt (Einrichtungsleiter) erzählt, warum ein Praktikum im sozialen Bereich immer eine gute Möglichkeit ist um herauszufinden, was zu einem passt:

von Amanda Müller

Als Vanessa fast fertig mit der Schule war, stand sie vor einer Frage, vor der jeder junge Mensch am Anfang des Berufslebens steht: Schulabschluss – und was jetzt? Keine leichte Entscheidung und wie viele andere, wusste auch Vanessa nicht genau, was sie werden will. „Es sollte ein Beruf werden, bei dem ich mit Menschen zu tun habe“, erklärt die 21-Jährige heute. Heilerziehungspflegerin und Erzieherin konnte sie sich gut vorstellen. Wie genau der Arbeitsalltag in solch einem Beruf allerdings aussieht wusste sie nicht so genau. Deswegen entschied sie sich, ein Praktikum zu machen, um herauszufinden ob der Umgang mit Menschen mit Behinderung zu ihr passt.

Im Video nimmt Sie Vanessa mit zu einem ganz normalen Tag im Leben eines Praktikanten im Bereich Wohnen Neuendettelsau:

Heute – knapp ein Jahr später befindet sich die 21-Jährige im zweiten Ausbildungsjahr zur Heilerziehungspflegerin im Bereich Wohnen der Diakonie Neuendettelsau. Zu ihren Aufgaben gehört die Unterstützung und Assistenz der Bewohner im Alltag. Beispielsweise macht sie mit den Jüngeren Hausaufgaben oder unterstützt sie im Alltag. „Das bedeutet Zimmerputzen, einkaufen gehen, kochen oder Geldverwalten“, erzählt Vanessa. Wo es nötig ist, hilft sie bei der Körperhygiene sowie im sozialen und emotionalen Bereich. „Ich helfe bei Konfliktlösungen oder im Umgang mit Trennungen oder Aggressionen“. Auch die Freizeitgestaltung ist ein großer Punkt in ihrem Beruf. Durch das Praktikum hat Vanessa erfahren, dass es zu ihr und ihren Fähigkeiten passt, ihre Ausbildung und berufliche Zukunft in den sozialen Bereich zu legen. Wie Vanessa geht es vielen.

Ein Praktikum ist ein wichtiger Schritt in Richtung Karriere und Beruf

René Reinelt leitet seit zehn Jahren den Bereich Wohnen der Diakonie Neuendettelsau. Ein Praktikum ist für ihn der optimale Einstieg in einen Beruf. „Ich finde es wichtig, das Arbeitsfeld erst kennenzulernen bevor man sich dazu entscheidet, eine Ausbildung oder ein Studium zu beginnen“, sagt er.

Seit zehn Jahren leitet René Reinelt den Bereich Wohnen der Diakonie Neuendettelsau.

Er selbst entschloss sich nach mehreren Praktika im sozialen Bereich auch in diese Richtung zu gehen.

„Ich wusste schon früh, dass ich etwas Sinnstiftendes, etwas sinnvolles machen will“, bestätigt der 48-Jährige. Als Jugendlicher engagierte er sich für das Jugendrotkreuz und machte sogar einen Lehrgang zum Gruppenleiter. Auch in der Katholischen Jungen Gemeinde hatte er über Jahre ein Ehrenamt inne. „Die Zeit dort hat mich sehr geprägt, deswegen entschloss ich mich dazu in der Kinder- und Jugendarbeit zu beginnen“, erzählt er. Im Zuge seines Sozialpädagogischen Studiums entschied er sich dann zum Studium der Soziologie mit dem Schwerpunkt Sozialmanagement in Bamberg. Während der Ausbildung war René Reinelt auch über ein halbes Jahr lang als Praktikant in einer Pflegeeinrichtung für Senioren tätig.

Geprägt haben ihn dabei zum einen der Umgang mit den unterschiedlichen Menschen, zum anderen aber auch der große Zusammenhalt und das Miteinander der Betreuer. „Die Arbeit mit Menschen ist unheimlich spannend und vielfältig. Sie umreißt das komplette Leben, die Arbeit und Freizeit der Bewohner und kein Tag ist wie der andere“, betont René Reinelt. Immer wieder neue Herausforderungen im Alltag sind dabei genauso vielfältig wie die entgegenbrachte Wertschätzung der Menschen in den Einrichtungen.

„Mir gibt meine Arbeit wirklich viel und ich hoffe, dass durch ein Praktikum viele weitere Menschen herausfinden, in welches Berufsfeld sie passen“, sagt er.

Durch Gespräche den richtigen Praktikumsplatz finden

Damit Interessierte genau das richtige Praktikum finden, unternimmt die Diakonie Neuendettelsau viel: „Wenn sich jemand bei uns für ein Praktikum bewirbt, versuchen wir immer auf Wünsche einzugehen“, erzählt Reinelt. Neben den ausgeschriebenen Praktikumsstellen für ein Vor- oder Blockpraktikum, sind Initiativbewerbungen immer möglich.

„In einem Beratungsgespräch mit den Bewerbern finden wir schnell heraus, in welchem Bereich das Praktikum am sinnvollsten ist“, erzählt René Reinelt. Es sind auch nicht immer Schüler oder Studenten, die sich für ein Praktikum bewerben: „Oft melden sich Menschen bei uns, die bereits eine Ausbildung haben oder sogar schon mehrere Jahre in einem bestimmten Berufsfeld tätig waren, das sich nicht im sozialen Bereich befindet“, erklärt der Einrichtungsleiter.

Überlegt jemand, ob eine Arbeit mit Menschen vielleicht das Richtige wäre, ist ein Praktikum der einfachste und schnellste Weg sich zu orientieren. „Bestimmte Voraussetzungen für ein Praktikum gibt es nicht. Wichtig ist nur, dass Bewerber ein großes Interesse daran haben, das Berufsfeld kennenzulernen“, sagt Reinelt. Gerade in einem sozialen Praktikum sei es wichtig, auf Menschen zu zugehen und offen für ihr Leben zu sein. „Wir sind für die uns anvertrauten Menschen da und unterstützen sie darin, dass sie möglichst unbeschwert und glücklich leben können.“

Im Bereich Wohnen der Diakonie Neuendettelsau gibt es jede Menge unterschiedliche Aufgabenfelder. Neben Erziehern und Heilerziehungspflegern in den Wohngruppen aller Altersgruppen, sind auch Praktika in Förderstätten, schulischen oder hauswirtschaftlichen Einrichtungen sowie im Gesundheitsbereich möglich. Interessierte können sich per Mail an WohnenNeuendettelsau@diakonieneuendettelsau.de melden. 

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