Eine Innovation zur Unterstützung in der Pflege: Das moio ist ein intelligentes Sensormodul, das in einer elastischen Pflastertasche am Rücken befestigt wird. Die Patienten nehmen Moio dadurch kaum wahr. Die Diakonie Neuendettelsau unterstützt jetzt die Entwicklung des Produkts der MOIO GmbH.

Wenn ein Bewohner gestürzt ist, sich verirrt hat oder Gefahr läuft sich wund zu liegen, erhalten die Pflegenden eine Meldung. Die Information kommt vom moio, einem intelligenten Sensormodul, das bald schon die pflegerische Arbeiten erleichtern soll. Das moio.care-System ist eine Idee der Diakonie Neuendettelsau, der Wilhelm Löhe Hochschule und des Lehrstuhls für Technische Elektronik der Friedrich-Alexander-Universität, die während eines gemeinsamen Forschungsprojektes im Spitzencluster Medical Valley EMN entstanden ist.

„Das extrem flache, flexible und weiche Sensormodul ist das Herzstück des moio.care Systems. In ihm befinden sich alle Sensoren, die Auswertungsintelligenz und das Mobilfunkmodul“, erklärt Jürgen Besser von der MOIO GmbH. Er und Diplom-Ingenieur Günter Maximilian Hefner bilden das Team der MOIO GmbH, das von der Diakonie Neuendettelsau nun finanziell unterstützt wird. „Das moio wird in einer elastischen Pflastertasche am Rücken des Patienten befestigt, sodass der Träger es kaum bemerkt“, erklärt Besser. Durch das geringe Gewicht merken die Gepflegten kaum, dass sie etwas am Körper tragen. Es befindet sich unter der Kleidung und fällt nicht auf. Gerade Menschen mit Demenz haben daher auch keinen Impuls, das Gerät zu entfernen. Sie können damit duschen, schlafen und ganz normal leben.

Die Akkulaufzeit des moios beträgt je nach Konfiguration zwischen 24 und 48 Stunden. Dann muss es aus der Pflastertasche genommen und im Ladegerät drahtlos wieder aufgeladen werden. Gleichzeitig wird es durch UV Licht und ein spezielles Plasma desinfiziert, so dass es danach keimfrei wieder zum Einsatz kommen kann. Erst nach einer Woche muss auch die Pflastertasche gewechselt werden. So bleibt die Belastung für die Haut gering.

„Unser großes Ziel ist es, das moio.care-System zur Marktreife zu entwickeln“, erklärt Jürgen Besser. Dafür müssen einerseits ausreichend finanzielle Mittel eingeworben und andererseits die technische Entwicklung und Zulassung vorangetrieben werden. Die Diakonie Neuendettelsau ist einer der ersten Investoren und Pilotkunden. „Darüber freuen wir uns sehr, denn mit ihrer Investition macht die Diakonie Neuendettelsau ihre Erwartungen und Hoffnungen an das System für den Einsatz in den eigenen Einrichtungen und Diensten und für alle Pflegenden und Pflegebedürftigen deutlich“, so Besser. Anfang Dezember wurden mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Mathias Hartmann und dem kaufmännischen Vorstand Dietmar Motzer die Verträge unterzeichnet. Der erste Schritt ist nun getan.

Der nächste Finanzierungsbaustein wird über eine Crowdfunding Kampagne eingeworben. Darüber erhalten auch private Kleinanleger die Chance, sich mit kleineren Risikoinvestments am Unternehmenserfolg zu beteiligen. Das eingeworbene Geld soll die MOIO GmbH unterstützen, damit das moio.care-System bald auf den Markt kommen und die Arbeit in der Pflege unterstützen und erleichtern kann. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://moio.care/

Mehr Informationen zur Crowdfunding-Kampagne: Moio-Care-Crowdfunding


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