Jede Altenpflegekraft hat ihre eigene, persönliche Geschichte, wie sie in den Pflegeberuf gekommen ist. Manchmal sind es bestimmte Erlebnisse, die prägen. Manchmal ist es der ein oder andere Umweg. Wir erzählen Euch, wie zwei unserer Altenpfleger ihren Beruf gefunden haben. Heute interviewen wir Tanja, Altenpflegerin bei der Diakonie Neuendettelsau:

Tanja, wann stand für Dich fest, dass Du Altenpflegerin werden möchtest?

Ich erinnere mich daran sehr genau. Ich war von 2002 bis 2003 als Au-pair in den USA bei einer sehr netten Familie, in der auch die Großmutter gelebt hat. „Nana“ war dement und hatte schnell mein Herz erobert. Ich habe mich viel mit ihr beschäftigt und schnell gemerkt, wie wertvoll und erfüllend die Arbeit mit alten Menschen ist. Ich denke dabei an eine ganz bestimmte Geschichte.

Erzählst Du uns die Geschichte?

„Nana“ hatte immer die Wäsche der Familie gebügelt. Aufgrund ihrer fortschreitenden Erkrankung wurde das aber zu gefährlich. Sie war darüber so traurig und weinte oft – wir mussten uns etwas einfallen lassen. Uns kam die Idee, sie wieder bügeln zu lassen, allerdings ohne das Bügeleisen in die Steckdose zu stecken. Die Großmutter hat über ihr ganzes Gesicht gestrahlt und war stolz, ihre Aufgabe wieder erledigen zu können. Wenn ich an ihren Gesichtsausdruck denke, zaubert es mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht.

Tanja wird von ihrer Klientin schon freudig erwartet

Wie ging es nach Deinem USA-Abenteuer für Dich weiter?

Erst einmal habe ich das Abitur nachgeholt, das mir viele Möglichkeiten eröffnet hat. Je konkreter ich mir dann Gedanken über meinen Beruf gemacht habe, desto mehr erinnerte ich mich an die schöne Zeit als Au-pair und vor allem an die Zeit mit der demenzkranken Dame. Das hat mich nicht mehr losgelassen und war letztendlich ausschlaggebend, eine Ausbildung zur Altenpflegerin zu beginnen.

Wie denkst Du heute – nach neun Jahren Berufserfahrung?

Ich bin natürlich mit einer gewissen Erwartungshaltung in die Ausbildung gegangen. Ich wollte pflegebedürftigen Menschen helfen. Und ich merke noch heute, dass ich das schaffe. Es ist sicher ein Beruf mit Höhen und Tiefen, aber ich werde jeden Tag dafür belohnt.

Wie sieht Deine Zukunft aus?

Meine berufliche Zukunft gehört den alten Menschen und der Pflege. Wie genau das aussehen soll, kann ich noch nicht sagen. Ich möchte noch mehr lernen und mich weiterentwickeln. Daher absolviere ich momentan ein berufsbegleitendes Studium in der Pflege. Wie in so vielen anderen Berufen, gibt es auch in der Altenpflege vielseitige Entwicklungsmöglichkeiten.

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