Die Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Rothenburg ob der Tauber bietet Raum für vielfältige Arbeitsbereiche und damit auch interessante Arbeitsplätze für Beschäftigte. Ein Beispiel dafür ist die Schneiderei, in der Textilien verarbeitet und vielfältig gestaltet werden.

Geleitet wird diese Gruppe von Stefanie Zeisel, die gerade dabei ist, die Fertigung aufzubauen. Ähnlich wie mit einem Tintenstrahldrucker können T-Shirts mit High-Tech-Maschinen bedruckt werden. Transferfolien werden bei diesem Verfahren nicht mehr gebraucht. Eine Zehn-Farben-Stickmaschine bietet vielfältige Möglichkeiten der Gestaltung. Zum Beispiel wird Arbeitskleidung mit Logos, Monogrammen oder Namen individualisiert. „Gerade auf dem Bau ist das immer verbreiteter“, weiß Werkstattleiter Hartmut Assel.

"Individualisierung ist der Trend, das wollen wir als Stärke ausbauen."

Hartmut Assel, Werkstattleiter

Ein ganz anderes Anwendungsgebiet sind Geburtskliniken. Sie können Eltern und Großeltern mit Lätzchen überraschen, auf denen Geburtsdatum, Größe und Gewicht des Babys vermerkt sind.

In der Textilabteilung der WfbM Rothenburg arbeiten die Beschäftigten mit modernster Ausstattung.

Natürlich gibt es in der Schneiderei auch noch die klassischen Maschinen. Die Verknüpfung der drei Bereiche Nähen, Druck und Stickerei schafft breit gefächerte Möglichkeiten für die Kunden und für die Beschäftigten mit Behinderung. Die Werkstatt erhält viele Anfragen von Vereinen, Schulen und Kindergärten. Die Kunden können die hochwertige, aber aufwendige Stickerei mit dem günstigeren Druck kombinieren. Denkbar ist etwa ein gedrucktes Firmenlogo, das mit einem gestickten Namen ergänzt wird.

"Das ergibt ein interessantes Preis-Leistungs-Verhältnis."

Hartmut Assel.

Durch gestickte Schriften auf gedruckten Bildern entstehen 3-D-Effekte. Die Kunden bringen dafür eine Vorlage mit, die in der Schneiderei am Computer je nach Material und Farbe bearbeitet wird. Die Stoffe werden in einer speziellen Maschine vorbehandelt, um die bestmögliche Farbintensität zu erreichen. Nach dem Druck kommen die Shirts in die Fixierpresse. Vom Einzelstück bis zur Serienfertigung ist alles zu realisieren.

-> Zur Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Rothenburg o.d.T.

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