Veronika hat sich längst in ihrer Krippe eingewöhnt. Auch wenn Mama und Papa etwas ängstlich waren, lief doch alles wunderbar glatt. Das Zauberwort dabei: „Berliner Eingliederungsmodell“!

Natürlich hatte die Mama von Veronika etwas Angst, als sie plötzlich loslassen musste. Sie war ja auch nahezu Tag und Nach für sie da. Und jetzt auf einmal stundenlang weg und noch so klein – wie kann das gehen? Ganz einfach! Die Profis von der Krippe haben die Tricks raus.

Fünf Tipps zum Loslassen und Eingewöhnen

Tipp 1

Sprechen Sie alles genau mit der Leitung der Kinderkrippe durch. Nehmen Sie sich dafür Zeit. Sie wird Ihnen die Bezugsperson für Ihr Kind vorstellen – eine Erzieherin oder Kinderpflegerin, die immer für Ihr Kind da ist, fast wie Sie selbst. Das gibt Ihnen Sicherheit und das spürt Ihr Kind. Zögern, Zaudern gar Angst – das macht auch Ihr Kind ängstlich.

Tipp 2

Am Anfang sollten Sie noch für das Kind in der Krippe da sein. Lassen Sie es einfach machen. Wenn es bei Ihnen sein will, drängen Sie es nicht zum Spielen mit den anderen Kindern. Wenn es unternehmenslustig wird, umso besser. Sie sind ja noch da als „Fluchtpunkt“.

Tipp 3

So ab dem vierten Tag wird die „Bezugsbetreuerin“ aktiver. Sie übernimmt immer mehr Ihre Rolle. Spielt mit dem Kind, sitzt in der Frühstückspause neben ihm, baut Vertrauen auf, langsam und stetig. Wenn das gelungen ist, können Sie sich von Ihrem Kind verabschieden. Sie bleiben aber noch in der Kita, lesen in einer Ecke oder arbeiten an Ihrem Laptop, ganz entspannt. Wenn es „brennt“, sind Sie ja da.

Tipp 4

Sie können die Zeiträume der Trennung jetzt vergrößern. Ihr Kind sollte aber noch nicht den ganzen Tag in der Krippe bleiben. Das Schlafen über die Mittagszeit klappt vielleicht noch nicht ganz.

Tipp 5

Wenn Ihr Kind der Erzieherin ganz vertraut und sich bei ihr wohlfühlt, ist die Eingewöhnung fast geschafft. Vielleicht kommt es ab und zu noch vor, dass Ihr Kind gerne mit Ihnen weggehen würde, aber es lässt sich bestimmt schnell von der persönlichen Kinderkrippenbetreuung umstimmen. Und da sind ja auch noch die anderen Kinder, mit denen Ihr Kind mittlerweile gerne spielt. Sie können jetzt beruhigt Ihrer Arbeit nachgehen. Natürlich gibt es für Notfälle noch eine Hotline. Die wird aber bestimmt selten gebraucht.

Ein zusätzlicher Tipps von den Profis aus den Kitas der Diakonie Neuendettelsau:

Nicht die Mutter muss das alles alleine bewerkstelligen. Natürlich kann das auch der Vater oder eine weitere Bezugsperson, zum Beispiel die Oma, machen. Vor allem, wenn das Kind schon ein bisschen eingewöhnt ist. Dann kann auch eine andere, vertraute Bezugsperson der „Rettungsanker“ sein.


Diese Tipps kommen von Antje Werner, Leiterin der Krippe Finkenpark Fürth der Diakonie Neuendettelsau. Das in der Kinderkrippe Finkenpark ausgeführte „Berliner Eingliederungsmodell“ wird in allen Kitas der Diakonie Neuendettelsau praktiziert.


-> Mehr zur Kinderkrippe in Fürth

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