Depression ist eine Volkskrankheit, die heute immer noch viel zu sehr unterschätzt wird. Dagegen hat die Clinic Neuendettelsau mit den Bildern der Ausstellung MUT-TOUR ein Zeichen gesetzt:

 50 Fotografien von Menschen, Landschaften und Situationen liefert Denkanstöße, sich frei von allen Vorurteilen mit dem Thema zu beschäftigen.


Rund fünf Prozent aller Deutschen leiden an Depressionen. Somit sind ca. 4 Millionen Menschen in unserem Land betroffen. Tendenz steigend. Trotz dieser Entwicklung herrscht bei den Betroffenen immer noch Angst, mit Freunden und der Familie oder auf der Arbeit offen über ihre Erkrankung zu sprechen. Zu oft werden Depressionen in unserer Gesellschaft als persönliche Schwäche abgetan, die man gefälligst nicht öffentlich thematisiert.


Gegen Vorurteile unterwegs in Deutschland

An dieser Stelle setzt die MUT-TOUR an. Die Krankheit soll aus der Tabu-Ecke herausgeholt werden, die Betroffenen sich nicht länger verstecken müssen. Seit 2012 begeben sich daher regelmäßig Menschen mit und ohne Depression gemeinsam in Teams auf die Reise quer durch Deutschland, um dem Stigma der seelischen Krankheit entgegenzuwirken. Die Teilnehmer legen die Strecke zu Fuß, auf dem Rad oder im Kajak zurück. Eine schöne gemeinsame Zeit, die Freude an der Bewegung an frischer Luft, aber vor allem die Begegnung mit anderen Menschen stehen dabei im Mittelpunkt.


Der Dialog ist wichtig, denn die MUT-TOUR möchte aufklären und mit oft weit verbreiteten Klischees aufräumen. Zum Beispiel, dass das ständige Gefühl der vermeintlich grundlosen Traurigkeit, die überwältigende Müdigkeit und die weiteren Erscheinungsbilder der Depression nicht einfach nur „Stimmungen“ sind, sondern sich eine ernsthafte Erkrankung dahinter verbirgt. Neben der Vermittlung von grundlegenden Informationen geht es darum, Menschen für einen offenen Umgang mit dem Thema – aber vor allem auch mit den Betroffenen – zu sensibilisieren. Den Teilnehmern der MUT-TOUR ist es ein großes Anliegen, Menschen mit Depressionserfahrung Mut zu machen und zu zeigen, dass sich die Krankheit gut in den Griff bekommen lässt.


Fotos für gute Laune und als Denkanstoß

Bei der Fahrt durch Deutschland sind in den vergangenen Jahren viele Fotos entstanden. 50 Motive bilden die Grundlage für eine besondere Ausstellung. Unter dem Motto „Deutschland, eine Reise…“ dokumentieren die Bilder die Teilnehmer, beeindruckende Landschaften und die ganz besonderen Momente der MUT-TOUR. Das Thema Depression bekommt durch die Ausstellung ein Gesicht. Gleichzeitig wird ein Zeichen für Offenheit gesetzt, ohne belehrend wirken zu wollen. Dem Projekt ist dabei wichtig, gute Laune zu vermitteln und gleichzeitig die Besucher zu ermutigen, sich dem Thema seelische Erkrankung unvoreingenommen zu nähern.


Weitere Informationen zu dem Thema gibt es unter:

http://www.mut-tour.de/ausstellung

Diesen Artikel teilen

Mehr lesen aus dem Magazin zum Thema Gesundheit
16. Juni 2019

Der "vollbelastbare Verlängerungsnagel" ist für Dr. Kerstin Remmel, Chefärztin der Kinderorthopädie der Cnopfschen Kinderklinik, eine schonende Alternative zum Ausgleich unterschiedlicher Beinlängen. Dabei wird der Knochen ohne äußere Fixierung verlängert.

12. Juni 2019

Was kann ich tun, wenn sich mein Kind verbrannt oder verbrüht hat? Experten aus der Cnopfschen Kinderklinik geben Tipps, wie Eltern bei Brandverletzungungen richtig Erste Hilfe leisten.

01. Juni 2019

In Deutschland warten knapp 10.000 Menschen auf eine (lebensrettende) Organspende. Gudrun Haberstroh ist die Transplantationsbeauftragte der Clinic Neuendettelsau. Sie nennt fünf wichtige Fakten zum Thema.

28. Mai 2019

Welche Möglichkeiten gibt es, die Wehenschmerzen unter der Geburt zu lindern? Ein Gespräch mit Dr. Karin Becke-Jakob, Chefärztin der Anästhesie und Intensivmedizin an der Klinik Hallerwiese / Cnopfsche Kinderklinik.

Haben Sie Fragen? Wir helfen Ihnen gerne.

Wenn Sie sich näher über unser Angebot informieren möchten, können Sie gerne Ihre
bevorzugte Kontaktmöglichkeit hinterlassen.

Oder rufen Sie uns an unter unserer Service-Nummer:

+49 (0) 180 28 23 456 (6 Cent pro Gespräch)