Das Herz ist der Motor unseres Körpers. Es sorgt dafür, dass das Blut unermüdlich durch unseren Körper fließt. Nur so lassen sich die Organe ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Gleichzeitig übernimmt der Blutkreislauf den Abtransport von Abfallstoffen. Diese Aufgaben machen das Herz unverzichtbar für uns. Entsprechend sollte man alles daran setzen, sein Herz fit zu halten. Doch wie lässt sich das am besten umsetzen?

Eine der größten Bedrohungen stellt die Koronare Herzkrankheit dar. Dabei verengen sich die Herzkranzgefäße durch Fett und anderweitige Ablagerungen. Eine ausreichende Sauerstoffversorgung des Herzens ist nicht mehr gewährleistet. Der Motor gerät ins Stocken. Im schlimmsten Fall – wenn ein Gefäß komplett verschlossen ist – droht der Herzinfarkt.

Die Gefahr, dass sich Herzkranzgefäße verengen, lässt sich aber deutlich reduzieren. Dr. Marcus Pirot, Facharzt für Kardiologie, Elektrophysiologie und Internistische Intensivmedizin hat hierfür sieben praktische Tipps zusammengestellt.

Weniger Salz ist mehr:

Studien belegen, dass zu viel Salz nicht gut für das Herz ist. Eine zu große Menge kann Bluthochdruck verursachen. Die empfohlene tägliche Dosis liegt bei 5 Gramm. Oft nehmen wir das Doppelte oder noch mehr zu uns. Das liegt daran, dass viele weiterverarbeitende Lebensmittel sehr viel Salz enthalten. Ein Blick auf die Nährwerttabelle hilft weiter.

Ernähren Sie sich gesund:

Mit der richtigen Ernährung schützen Sie Ihr Herz. Bewährt hat sich die mediterrane Küche. Menschen im Mittelmeerraum haben viel seltener Probleme mit Herzerkrankungen. Empfohlen werden frisches Obst und Gemüse, Salat und Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und Fisch. Diese ausgewogene Ernährung hilft zudem, den Cholesterinspiegel zu senken.

Reduzieren Sie Hektik und Stress:

Ständig unter Dauerstrom zu stehen, ist ungesund – und das gleich mehrfach. Zum einen belastet Stress das Herz und kann zu einem erhöhten Blutdruck führen. Die Hektik im Alltag begünstigt zudem schädliche Verhaltensweisen – zum Beispiel beim Essen. Genügend Schlaf und regelmäßige Ruhepausen sind daher wichtig. Auch Autogenes Training oder Yoga helfen zu entspannen.

Bewegung ist Trumpf:

Bewegung hilft, unser Herz zu stärken. Der Blutdruck sinkt und der Stoffwechsel wird angekurbelt. Ausdauersportarten wie Joggen, Radfahren oder Schwimmen haben einen besonders guten Einfluss auf unser Herz-Kreislaufsystem. Empfohlen werden Einheiten von 30 bis 60 Minuten mehrmals in der Woche. Auch zum Beispiel das Werkeln im Garten kann helfen, fit zu bleiben.

Sorgen Sie für das passende Gewicht:

Gerade bei stark übergewichtigen Menschen kommt es häufig zu Herzerkrankungen. Übergewicht belastet unseren Körper insgesamt. Es drohen Bluthochdruck, Diabetes Typ II oder chronische Entzündungen im Körper. Mit einem gesunden Gewicht kann man dem entschieden entgegenwirken.

Rauchen und Alkohol – ein Verzicht lohnt sich:

Die sogenannten Genussgifte sollte man besser meiden. Rauchen schädigen nicht nur die Gefäße, sondern erhöhen auch das Risiko für viele andere Krankheiten. Daher lohnt es sich, komplett auf Zigaretten zu verzichten. Alkohol wirkt sich negativ auf den Blutdruck aus. Hier empfiehlt sich ein Konsum in Maßen.

Kennen Sie Ihre Werte:

Lassen Sie Ihren Blutdruck regelmäßig messen. Auch die Überprüfung der Cholesterin- und Blutzuckerwerte ist sinnvoll. Mit diesen Daten kann man feststellen, ob eine Schädigung der Herzgefäße droht, um dann frühzeitig gegenzusteuern.

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