Um im Notfall richtig handeln zu können, ist eine gute Zusammenarbeit wichtig

Bei einem Notfall sind sie schnell zur Stelle: Die Notfallsanitäter. Damit die Notfallversorgung gut funktioniert, müssen die Kliniken und die Stadt gut zusammenarbeiten. Auf was es dabei ankommt, erklärt Dr. Tobias Hübner, Leitender Oberarzt der Klinik Hallerwiese/Cnopfsche Kinderklinik in seinem Vortrag „Rundum gut Versorgt: die Notfallversorgung der Klinik Hallerwiese und der Stadt Nürnberg“ am Montag, 17. September.

Herzinfarkt, Schlaganfall oder ein Verkehrsunfall: Bei einem Notfall entscheiden oft Minuten über Leben und Tod. In der Klinik Hallerwiese/Cnopfsche Kinderklinik der Diakonie Neuendettelsau gibt es zwei Notaufnahmen. Eine für Kinder und eine für Erwachsene. Wie Dr. Tobias Hübner erklärt, werden pro Jahr allein zirka 5000 Patienten in der Erwachsenen-Notaufnahme behandelt. Während etwa die Hälfte der Erwachsenennotfallpatienten ambulant behandelt wird, wird die andere Hälfte stationär aufgenommen. „Rollt eine Grippewelle über Nürnberg oder häufen sich virale Magen-Darm-Infekte, nehmen wir mehr Patienten auf als sonst. Gerade in den Wintermonaten kann es also passieren, dass wir keine freien Betten mehr haben“, sagt Dr. Hübner und erklärt, dass es dann auf eine gute Zusammenarbeit zwischen den anderen Kliniken im Stadtgebiet bzw. Umkreis ankommt. „Eine gute Notfallversorgung ist extrem wichtig“, betont er. „Weil nicht jede Klinik alle medizinischen Leistungen anbietet bzw. anbieten kann, müssen Patienten in bestimmten Fällen weiterverlegt werden, damit sie die notwendige Behandlung erhalten.“

Über die Internetplattform IVENA kann neben der Integrierten Rettungsleitstelle (ILS) auch das Rettungsdienstpersonal bzw. die Notärzte in Echtzeit überblicken, welche Kliniken aufnahmebereit sind. Dr. Hübner erklärt, dass eine Zusammenarbeit der ILS, den entsprechenden Aufnahmekliniken und dem vor Ort befindlichen Notarzt/Rettungsdienstpersonal ein wichtiger Baustein für die Notfallversorgung ist, in welche Klinik der Patient dann verbracht wird. Damit diese Versorgung vereinfacht werden kann, sollen zukünftig Patientencodes eingeführt werden: „Je nach Symptome erhalten die Patienten dann einen Code, über den eine schnellere Einstufung als auch Verteilung möglich ist“, erklärt er.

In der Notfallversorgung stehen die Patienten im Mittelpunkt. Zu jeder Tag und Nachtzeit muss überall die gleiche optimale Basisversorgung in den Krankenhäusern garantiert sein. Wie Dr. Hübner erklärt sei dies auch von der Politik erkannt worden, die das gestufte System von Notfallstrukturen in Krankenhäusern gesetzlich in einem Gemeinsamen Bundesausschuss verankert hat.

Welche Versorgungsmöglichkeiten es im Stadtgebiet gibt und wie die Notfallversorgung der Klinik Hallerwiese und der Stadt Nürnberg abläuft, erklärt Dr. Tobias Hübner in einem Vortrag am Montag, 17. September, um 19 Uhr in der Klinik Hallerwiese. 

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