Wer würde nicht gern die Arbeitsweise der Vereinten Nationen kennenlernen, einen Einblick in die Komplexität internationaler Politik erhalten und dabei die eigenen rhetorischen Fähigkeiten und das persönliche Verhandlungsgeschick trainieren? Genau das ist es, was die BayernMUN Studierenden aus aller Welt ermöglicht! 

Unterstützung durch die Diakonie Neuendettelsau

Bereits zum zweiten Mal unterstützt die Diakonie Neuendettelsau, die sich seit Jahren als Partner der BayernMUN vielfach engagiert, vier der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der simulierten UN-Konferenz mit Stipendien in Höhe von jeweils 250 Euro. 

Vom 23. bis 25. Februar veranstaltet, die 2012 ins Leben gerufene „United Nations Society in Nürnberg e.V.“, zum siebten Mal die BayernMUN - diesmal im Marmorsaal des Presseclubs Nürnberg. An drei aufeinanderfolgenden Tagen werden ca. 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 20 Ländern in die Rolle der Delegierten eines ihnen vorab zugeordneten Landes schlüpfen und rund um die Themen Menschenrechte, Sicherheit und Entwicklung debattieren und diskutieren. Ziel der Veranstaltung ist es, jungen Menschen einen vertieften Einblick in die Praxis multilateraler Verhandlungen zu ermöglichen und sie an die vielschichtigen Prozesse heranzuführen, die zur Lösung internationaler Probleme nötig sind.

Die Diakonie Neuendettelsau unterstützt die United Nations Society Nuremberg e.V. seit 2012 in vielfältiger Weise, ideologisch, finanziell und organisatorisch. Nach der erfolgreichen BayernMUN 2017 wurde für das Jahr 2018 eine verstärkte Partnerschaft angestrebt - versteht sich die Diakonie Neuendettelsau doch als einer der starken Pfeiler für politische Bildung junger Menschen in der Region. Vor diesem Hintergrund wird Dr. Hartmann, Rektor der Diakonie Neuendettelsau, während der Eröffnungszeremonie ein Grußwort an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer richten.

Der Schwerpunkt der BayernMUN 2018 liegt auf folgenden Themen:

1. Das Sicherstellen von Zugang zu sauberem und sicherem Wasser

2. Das Sicherstellen von gleicher Beteiligung von Frauen und Männern in demokratischer Regierungsführung und Friedensförderung

3. Das Erreichen der nachhaltigen Entwicklungsziele durch Wissenschaft, Technologie und Innovation sowie datengetriebene Entscheidungsfindung.

Die Stipendiaten stellen sich vor

Drei der vier Neuendettelsauer Stipendiaten nahmen bereits an früheren MUN-Veranstaltungen teil. So auch der 1995 in Kenia geborene Jesse Mureu Karanja. „Das ist einfach eine perfekte Gelegenheit für mich, meine rhetorischen Fähigkeiten zu erproben. Mit dem Stipendium bin ich in der Lage, die Anreise und den Aufenthalt zu finanzieren.“, erklärt er. Seit 2014 studiert er an der Rhein-Waal University of Applied Sciences in Kleve im Studiengang International Relations und beendet aktuell seine Bachelorarbeit. „Die Konferenz wird genau nach dem Abschluss meines Studiums stattfinden und ich kann meine Kenntnisse sofort umsetzen“, freut sich der aus Nairobi stammende Jesse. 

Der Kenianer Jesse Mureu Karanja studiert in Kleve
Jesse Mureu Karanja studiert in Kleve

Ähnliche Intentionen verbindet der 1993 in Pequannock in den USA geborene Cullin Flynn mit seiner Teilnahme an der BayernMUN. Ihm schwebt ein Berufsweg im diplomatischen Dienst vor und er sieht in seiner Teilnahme eine herausragende Gelegenheit, sich auf eine praktische Tätigkeit als Diplomat vorzubereiten. „Politische Bildung sollte zur Grundausbildung eines jeden Studierenden gehören“, erklärt er, „liegt hier doch die Möglichkeit, Studierende über die Dynamiken gemeinschaftlicher Prozesse zu informieren. Nur so kann man doch verstehen, warum die verschiedenen Parteien unterschiedliche Interessen vertreten und Entscheidungen treffen“. 

Cullin Flynn aus den USA lebt in Reutlingen
Cullin Flynn Bachelor Hauptfach Spanisch

Neben den beiden jungen Männern wurden auch zwei Stipendiatinnen ausgewählt, Antonia Kuhn aus Würzburg und Angelina Keller aus Lichtenau, die noch das Laurentius-Gymnasium in Neuendettelsau besucht.

Die 1993 in Ingolstadt geborene Antonia Kuhn studiert an der Würzburger Julius-Maximilians-Universität deutsches und europäisches Recht. Ihr Studienschwerpunkt liegt auf öffentlichem internationalem Recht und genau hier zieht sie auch die Verbindung zur BayernMUN. „Die rechtlichen Zusammenhänge zu kennen und zu verstehen, hilft mir, die Positionen der beteiligten Staaten besser durchdringen zu können“, erläutert sie überzeugend. „Außerdem lerne ich, meine eigenen Argumente präziser zu formulieren und zu vertreten; eine Fähigkeit, die mir in meiner späteren beruflichen Tätigkeit als Rechtsanwältin sicher nützlich sein wird.“ 

Antonia Kuhn studiert European Law in Würzburg
Antonia Kuhn studiert European Law in Würzburg

Angelina Keller ist das Nesthäkchen unter den vier Stipendiaten. Die im Jahr 2000 in Omsk in Russland geborene Lichtenauerin, besucht derzeit die elfte Klasse des Laurentius-Gymnasiums in Neuendettelsau. Ihr MUN-Interesse wurde im Rahmen eines Kurses über die United Nations geweckt, in dem sie ihre rhetorischen Fähigkeiten trainieren konnte. Mit ihrem Schwerpunkt im Bereich der Sozial- und Politikwissenschaften sieht sie sich bei der BayernMUN am richtigen Platz. „Es wird faszinierend sein, einen Prozess zur Meinungsbildung hautnah mitzuerleben, zu lernen, wie schwierig es ist, eine optimale Lösung für alle Beteiligten zu finden“, freut sie sich auf ihre Teilnahme an der BayernMUN. 

Angelina Keller, Laurentius-Gymnasium
Angelina Keller, Laurentius-Gymnasium

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