Ein heller großer Raum. Zwei langgezogene Arbeitsflächen ziehen sich an jeder Wand entlang. In der Mitte thront einen große Kochinsel. Mehrere Kochfelder laden zum Brutzeln von leckeren Speisen ein. Drei hochmoderne Öfen, die bereits aufgeheizt sind, warten auf ihren Einsatz. Eine lange Reihe von japanischen Qualitätsmessern sticht als erstes ins Auge. Hoch gelegene Regale sind beladen mit den verschiedensten Gewürzen. Lichter beleuchten die Arbeitsflächen. Im vorderen Bereich stehen Stühle und Tische schon gedeckt bereit und laden zum Schlemmen ein. Das S-Zimmer der S-Kultur in Ansbach lädt jeden, der es betritt, zu kulinarischen Meisterleistungen ein.

„Ihnen brennt sogar das Nudelwasser an? Sie sind gerade Zuhause ausgezogen und müssen selbst kochen? Dann sind sie hier richtig!“

So lautet die Überschrift des Kochkurses, der speziell für Azubis und Freiwillige aus dem FSJ oder BFD von der betrieblichen Gesundheitsförderung angeboten wurde. Zwölf junge Erwachsene haben das Angebot angenommen und trafen im Brückencenter Ansbach ein. Ausgestattet mit einer grünen Schürze und Namensschildern begrüßten sie die Sponsoren Bernd Hofmockel und Andreas Knapp von der Kaufmännischen Krankenkasse und Thomas Aigner, Koordinator für betriebliche Gesundheitsförderung. Danach gaben sie das Zepter beziehungsweise den Kochlöffel an Mirko Schweiger weiter.

"Die erste Regel wenn ihr die Küche betretet: Wir duzen uns."

Mirko Schweiger, Koch S-Kultur Ansbach

Somit fiel die Vorstellungsrunde sehr locker aus. Die Bilanz: Zwei junge Männern und zehn junge Frauen, darunter zwei im FSJ, eine Praktikantin und neun Auszubildende. Hygiene wird nicht nur in den Pflegeberufen der Diakonie sehr groß geschrieben, auch beim Kochen muss darauf geachtet werden. So kamen die Teilnehmer und Thomas Aigner, der den ganzen Abend aktiv mitkochte, erst einmal in die Waschstraße. Nach dem Händewaschen und Desinfizieren gab es zur Begrüßung einen Ananas-Basilikum-Smoothie. Dieser kam bei allen gut an, zwei zusätzliche Zutaten wurden allerdings bewusst verschwiegen: Schafskäse und Chili. Nach der Auflösung sah man in verwunderte Gesichter.

Unter dem Motto „Schnell und einfach tolle Gerichte zaubern“ startete der Abend mit einer theoretischen Einführung, wie jeder den perfekten Schmorbraten hinbekommt.

"Zart wird jedes Fleisch, wenn der Schmorvorgang nicht unterbrochen wird."

Mirko Schweiger

Nach gut einer Stunde Einführung durften die Nachwuchsgourmetköche selbst ran. An verschiedenen Stationen wurde unter Aufsicht des Profikochs Gerichte zubereitet. Auf dem Speiseplan standen der zuvor erwähnte Schmorbraten, Lachsfilet mit Gurkensalat und Balsamico Vinaigrette, Champignon-Cremesuppe, Wiener Schnitzel, ein klassisches Omelette und als Nachtisch Apfelküchle. Als Beilagen gab es Möhrengemüse und Bratkartoffeln.

Jeder hatte seine Aufgabe und alle arbeiteten im Team zusammen. Kleine Küchentricks wurden natürlich auch verraten. Damit das Möhrengemüse intensiver schmeckt, wurde zum Kochen nicht Wasser verwendet sondern Karottensaft. Beim Schnitzelzubereiten war das Staunen dann perfekt als Mirko Schweiger in die Eiermasse Sahne hineingab. „Damit wird die Panade fluffiger“, verkündete er. Natürlich wurde den jungen Menschen auch die Zwiebelschneide richtig beigebracht. Passé sind die großen Stückchen und zerschnittenen Hände. Thomas Aigner nahm selbst begeistert am Kochkurs teil und staunte wie die jungen Menschen beim Aufdecken von Kochirrtümern nicht schlecht.

Hier können Sie Kontakt zum Referat Freiwilligendienste aufnehmen.


"Die Kurse für Ernährung wurden vor allem von der jüngeren Generation kaum besucht. Deshalb kam die betriebliche Gesundheitsförderung auf die Idee, einen Kochkurs speziell für die Bedürfnisse junger Leute anzubieten."

Thomas Aigner, Koordinator Betriebliche Gesundheitsförderung

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