Neue Paramente für St. Laurentius (Teil 3)

Um den großen Tisch im Raum Europa im Mutterhaus der Diakonie Neuendettelsau sitzt erwartungsvoll der Ausschuss, der sich seit Monaten mit den neuen Paramenten für die Diakoniekirche St. Laurentius beschäftigt. Das Entscheidungsgremium tagt. Rektor Dr. Mathias Hartmann, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Neuendettelsau, ergänzt die Runde.

Der fertige Entwurf

Die künstlerische Leiterin der Paramentenwerkstatt der Diakonie Neuendettelsau Beate Baberske ist gut vorbereitet. Die letzten Wochen hat sie dazu genutzt, die Ideen und Anmerkungen aus den kreativen Terminen in der Kirche umzusetzen und zu visualisieren. Aus den provisorisch drapierten Stoffen ist ein Konzept geworden, das bereits besprochene Fragen zur Technik und Ausgestaltung berücksichtigt.

Auf dem Tisch vor allen Teilnehmern liegt in grafischer Darstellung in den Kirchraum eingebunden der fertige Entwurf.

Entwurf violette Paramente für St. Laurentius
So könnten Sie aussehen: Der Entwurf der violetten Paramente für St. Laurentius von Beate Baberske.

Die Spannung im Raum steigt. Wie wird der Entwurf ankommen? Sind alle mit den gemeinsamen getroffenen Entscheidungen, jetzt wo das Ergebnis sichtbar vor ihnen liegt, zufrieden und einverstanden? Die ruhige, klassische geometrische Form der neuen Paramente stößt auf die Zustimmung der Beteiligten.

1.585 Quadrate für St. Laurentius – die Technik

Auch über die Technik, in der die neuen Paramente entstehen sollen, ist man sich einig. Mit dem neuen violetten Kirchenschmuck wird die von Beate Baberske selbst entwickelte moderne Art der Flachweberei, die nur in Neuendettelsau praktiziert wird, Einzug in die Heimatgemeinde der Parementenwerkstatt halten. Die Künstlerin freut sich: „Meine Quadrate kommen nun in die Laurentiuskirche, nachdem sie seit 20 Jahren in der Paramentenwerkstatt hergestellt werden.“

Bei dieser innovativen Webtechnik entstehen durch die Anordnung der Kett- und Schussfäden Taschen, in die Quadrate aus verschiedenen Materialen eingesteckt werden. Im Fall der violetten Paramente, die im Advent 2018 ihren ersten Einsatz in der Diakoniegemeinde St. Laurentius haben werden, sind es für die vier Paramente insgesamt 1.318 kleine Filzquadrate und 267 Edelstahlquadrate. Nicht nur beim Einrichten des Webstuhls, sondern auch beim Weben ist Sorgfalt und Geduld gefragt. Ein von der Künstlerin erstellter Plan verrät Rosalie Penzko genau, wann sie welches Quadrat einweben muss. Dabei hat sie sich von uns über die Schultern schauen lassen: (bitte klicken Sie auf das erste Bild)

Der Weg zu Christus – die Gestaltung

Zusammen bilden die vielen Quadrate ein abstraktes Motiv, das langsam vor den Augen der Weberin entsteht. In den metallenen Blättchen wird sich später im Kirchenraum das Licht fangen und reflektieren, so dass die Paramente, je nach Licht und Sonnenfall immer wieder zum neu Entdecken einladen. „Lebendig“ und „organisch“ sind die Begriffe, die in der Jury-Sitzung fallen.

„Lichtweg“ steht unter dem Entwurf des Paraments für den Mensaaltars, das von einer horizontalen Reihe metallener Quadrate durchzogen wird – Violett als Farbe nicht nur der Adventszeit, sondern auch der Passion ist die Farbe des Wartens, des Bereitens, des Fastens und der Buße. Aber auch das Symbol einer Reise hin zu einem Ziel: Unser Wegs hin zu Jesus Christus, dem wir in den beiden Christfesten Weihnachten und Ostern besonders begegnen.



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