Café Miteinander verkauft Kaffee und Kuchen an der Neuendettelsauer Kerwa

Vom 4. bis zum 8. Juli bot die Neuendettelsauer Kerwa wieder unterschiedliche Aktionen und kulinarische Spezialitäten für Groß und Klein. Zum zweiten Mal dabei war das Café Miteinander, das vom Freundeskreis für Menschen mit Behinderung und dem Bereich Wohnen Neuendettelsau von Diakoneo organisiert wird.

Von Amanda Marien

Ins Leben gerufen wurde das Café Miteinander erst im letzten Jahr. Claudia Klement und Elisabeth Schick sind Mitglieder im Freundeskreis für Menschen mit Behinderung und seit Anfang an dabei. Sie erzählen, wie das besondere Café zustande kam: „Einige Kerwa-Besucher haben den Verkauf von Kaffee und Kuchen am Sternplatz vermisst. Als die Bitte an uns herangetragen wurde, ob wir da nicht was machen können, haben wir uns was überlegt“, erzählt Klement. Die Marktlücke bot dem Freundeskreis nämlich auch die Gelegenheit, um verstärkt auf sich und die örtlichen Angebote für Menschen mit Behinderung aufmerksam zu machen. „Ein großer Teil des Erlöses wird in diesem Jahr für Freizeitangebote des Kinder- und Jugendbereichs gehen. So können wir den Kindern helfen, die ohne finanzielle Unterstützen nicht mitfahren könnten“, sagt Klement.

Am Kerwa-Sonntag verkauft das Café Miteinander von 12 bis 17 Uhr Kaffee und Kuchen.

Die Gemeinde Neuendettelsau reagierte sehr positiv auf die Idee. Nachdem auch die Kirchweihbesucher das neue Angebot im letzten Jahr gern angenommen hatten, ist das Café Miteinander auch in diesem Jahr wieder auf dem Sternplatz zu finden. „Wir erhielten ganz häufig die Rückmeldung, wie schön die Stimmung hier am Stand ist“, freut sich Elisabeth Schick.
„Am Kerwa-Sonntag werden wir von 12 bis 17 Uhr für Kaffee und Kuchen und schöne Sitzgelegenheiten sorgen“, sagt sie.

Ebenfalls seit Anfang an mit dabei ist Martin Böhm, einer der Neuendettelsauer Bewohnervertreter. Er arbeitet gerne mit und findet besonders den Kontakt zu den Menschen und die Gespräche, die sich am Stand ergeben, toll. „Wir sind etwas ganz Besonders. Wir heißen zwar ‚Café‘, kümmern uns aber um das, was fehlt.
(Ein Portrait von Martin Böhm können Sie hier lesen.)

Am Jahresfest haben wir zum Beispiel Waffeln verkauft. Am Dorffest im September fehlen Suppen. Also verkaufen wir dann wahrscheinlich Suppen“, lächelt Claudia Klement.

René Reinelt, Leitung Wohnen, ist ebenfalls aktiv mit dabei und freut sich schon wieder auf das besondere „Miteinander“ während der Kirchweih: „Unsere Erfahrungen und Rückmeldungen im vergangenen Jahr waren so positiv und bestärkend, dass wir uns schon jetzt auf die kommende Kirchweih mit vielen Gästen, Freunden und Unterstützer freuen.“

Von links: Martin Böhm, Charlene Dunker, Pascâl Kollischan, Michelle Martinek, Elisabeth Schick, und Claudia Klement gehören zum Team des Cafés Miteinander. Bild Stand: Am Kerwa-Sonntag verkauft das Café Miteinander von 12 bis 17 Uhr Kaffee und Kuchen. © Amanda Marien


Mehr Informationen

Mehr Informationen über die Angebote für Menschen mit Behinderung finden Sie hier:


Angebote für Menschen mit Behinderung




Diesen Artikel teilen

Mehr lesen aus dem Magazin zum Thema Menschen mit Behinderung
12. Juli 2019

Seit 23 Jahren gibt es die Theatergruppe Rampenlicht. In dieser Saison steht "Robin Hood" auf dem Spielplan.
Wie proben die Rampenlichter ihre Stücke, wer baut die Kulissen und was sagen die Schauspieler selbst über die Gruppe? Ulrike Englmann hat nachgefragt.

20. April 2019

Der Nachmittag des ersten Freitags im Monat gehört der Schreibwerkstatt "Glücksfinder". Das Besondere: Niemand muss Lesen oder Schreiben können. Das Angebot der Offenen Hilfen gibt jedem die Möglichkeit, zu erzählen und sich so einzubringen, wie es möglich ist.

12. April 2019

Die Theatergruppe "Schau mer x" aus Rothenburg o.d.T. ist schwer beschäftigt: Ein neues Stück hat 2019 Premiere.

20. März 2019

Dass Miriam Ruppert mit dem Down-Syndrom zur Welt gekommen ist, hat sie nicht daran gehindert, ihren Traum zu verwirklichen. Nach einem Praktikum auf der Pflegestation des Sigmund-Faber-Heims in Hersbruck war sich die junge Frau sicher: Sie will in der Altenpflege arbeiten. Das war vor sechs Jahren. Noch heute ist die 30-Jährige eine große Hilfe für das Team der Diakonie Neuendettelsau und aus dem Pflegealltag kaum mehr wegzudenken.

Haben Sie Fragen? Wir helfen Ihnen gerne.

Wenn Sie sich näher über unser Angebot informieren möchten, können Sie gerne Ihre
bevorzugte Kontaktmöglichkeit hinterlassen.

Oder rufen Sie uns an unter unserer Service-Nummer:

+49 (0) 180 28 23 456 (6 Cent pro Gespräch)