Besondere Herausforderungen: Menschen mit außergewöhnlichem Hilfebedarf oder Impulssteuerungsstörungen

Im Umgang mit Menschen mit Behinderungen gibt es ein Klientel, das Heilerziehungspfleger und Erzieher vor besondere Herausforderungen stellt: Menschen mit einer geistigen Behinderung und herausforderndem Verhalten, Menschen mit einem außergewöhnlichen Hilfebedarf, mit Impulssteuerungsstörungen, Verhaltensstörungen und Intelligenzminderung.

„Diese Menschen reagieren unvorhergesehen und sind für das soziale Umfeld oftmals schwer erträglich.“
Armin Wissel, Leiter des Bereiches „Wohnen“ der Himmelkroner Heime

Experten im Umgang mit herausforderndem Verhalten
Im Umgang mit Menschen mit außergewöhnlichem Hilfebedarf sind sie Experten (v.li.): Lorenz Filbry (Leitung Beratung und Förderung), Simone Nürnberger (Heilerziehungspflegerin), Alexander Roder (Heilerziehungspfleger), Armin Wissel (Leiter Bereich Wohnen Region Bayreuth/ Kulmbach), Sandra Müller (Wohnbereichsleitung), Sabrina Appelius (Heilerziehungspflegerin) © Maria Mohr

Die alltägliche Arbeit erfordert Konzepte und Ideen, die oft über das hinausgehen, was man in der Ausbildung lernt oder für den Alltag in einer anderen Wohngruppe benötigt. Gut, wenn ein Arbeitgeber die Arbeit mit Menschen mit herausforderndem Verhalten unterstützt. In den Himmelkroner Heimen (Landkreis Bayreuth/ Kulmbach) gibt es seit vielen Jahren Konzepte zur Unterstützung der Arbeit mit Menschen mit außergewöhnlichem Hilfebedarf.

Alltag in einer Wohngruppe für Menschen mit herausforderndem Verhalten:

7 Uhr: Ein Bewohner ist frustriert: Er versucht seit Tagen, seinen Vater zu erreichen, der Kontakt kommt nicht zustande. 

Der Bewohner will sein Zimmer verlassen, macht seiner Enttäuschung dort lautstark Luft.

Sabrina Appelius und Alexander Roder verständigen sich ohne viele Wort: „Da kracht´s gleich.“ Die beiden erfahrenen Fachkräfte wissen: Der Bewohner hat große Schwierigkeiten, mit Frustrationen umzugehen, ist seinen stark schwankenden Gefühlen ausgeliefert.

Im normalen Tagesablauf der Gruppe stünde das Frühstück auf dem Programm, doch Appelius und Roder beschließen, den Plan zu ändern: Einer von ihnen wird sich ausschließlich um den frustrierten Bewohner kümmern. Ihm helfen, seine Gefühle zu sortieren, die Enttäuschung einzuordnen und vielleicht eine Lösung zu finden.


Dass Sabrina Appelius und Alexander Roder die Möglichkeiten haben, intensiv auf einzelne Bewohner einzugehen, liegt an zwei Dingen:
  • An ihrem Team aus erfahrenen Fachkräften, die seit langem mit Menschen mit herausforderndem Verhalten arbeiten.
  • An ihrem Arbeitgeber: In den Himmelkroner Heimen der Diakonie Neuendettelsau ist die Kompetenz, mit diesem Klientel zu arbeiten, seit 20 Jahren gewachsen. Dazu gehört auch das Wissen um die nötigen Rahmenbedingungen.


„Es gibt immer Menschen, die durch alle Raster fallen. Diesen Menschen fühlen wir uns als Diakonie verbunden.“
Armin Wissel


Langjährige Kompetenz im Umgang mit Menschen mit außergewöhnlichem Hilfebedarf

In Himmelkron existieren bereits mehrere Wohngruppen, in denen Menschen mit außergewöhnlichem Hilfebedarf und Verhaltensstörungen leben. Die Kompetenz im Umgang mit dieser Klientel ist in den Himmelkroner Heimen über einen langen Zeitraum gewachsen. In dieser Zeit hat sich auch eine gute Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden wie der Polizei und dem Bezirkskrankenhaus etabliert.

Derzeit entsteht eine weitere Gruppe. In dieser werden Menschen leben, deren Unterstützungsbedarf wiederum höher ist: „Es ist noch einmal eine Stufe mehr“, umschreibt es Armin Wissel.
Die beschützende Gruppe wird sechs Bewohner aufnehmen. Es sind Menschen, „die eine 1:1-Betreuung brauchen“, beschreibt es Wohnbereichsleiterin Sandra Müller.
Die Fähigkeit, sich in einer Gemeinschaft einzufügen, ist kein Aufnahmekriterium.

Die Fachleute in der neuen Gruppe bekommen zusätzliche Unterstützung:

  • Jedem Mitarbeitenden steht ein Mitarbeitender im Unterstützungsdienst zur Seite, um seiner Sicherheit zu gewährleisten.
  • Ein Hintergrunddienst kümmert sich um Organisatorisches.


Ein großer Arbeitgeber gibt Sicherheit


„Es geht darum, Lebenswege in eine andere Richtung zu lenken“
Sandra Müller, Leiterin eines Wohnbereiches


Die Rahmenbedingungen bei einem großen Arbeitgeber weiß Sandra Müller zu schätzen:

„Ein großer Träger gibt Sicherheit, auch in juristischer Hinsicht. Ich bekomme Informationen darüber, was ich darf und was nicht.“

Schließlich stehen viele der derzeitigen und künftigen Bewohner unter juristischen Auflagen, müssen zum Beispiel vom Gericht angeordnete Sozialstunden ableisten.
Auch die Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten der Diakonie Neuendettelsau wissen die Mitarbeitenden zu schätzen: 

„Bei uns wird zum Beispiel schon seit langen ein Deeskalationstraining angeboten“, berichtet Sandra Müller.

Auch die Standards in der Arbeitssicherheit sind in der Diakonie Neuendettelsau weit fortgeschritten.

Dazu kommen die üblichen Dienstgebervorteile des Werkes, wie zum Beispiel:

  • Unterstützung beim Gesundbleiben: die betriebliche Gesundheitsförderung
  • Eine betriebliche Altersvorsorge und Zusatzversicherung
  • die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben
  • die Bezahlung nach den Arbeitsvertragsrichtlinien des Diakonischen Werkes (AVR) mit den entsprechenden Zusatzleistungen
  • Spiritualität und Dienstgemeinschaft: Als christlicher Arbeitgeber bietet die Diakonie viele Möglichkeiten, Glauben zu leben
  • Toleranz und Diversität: Offenheit für die kulturelle und religiöse Vielfalt der Mitarbeitenden
Als Mitarbeitender in den Himmelkroner Heimen profitiert man also von einer Reihe von Dienstgebervorteilen, die die die Arbeit bei einem großen Träger wie der Diakonie Neuendettelsau mit sich bringt.

Gesucht werden zum Beispiel Heilerziehungspfleger oder Psychatriepfleger


„Wir brauchen die Formel-1-Fahrer. Formel 2 reicht nicht.“
Sandra Müller


Falls Sie Lust haben, mehr über die Arbeit im Bereich „herausforderndes Verhalten“ im Himmelkron zu erfahren oder hier arbeiten möchten: Das Team freut sich, wenn Sie Kontakt aufnehmen.

Gesucht wird derzeit Verstärkung mit folgenden Qualifikationen (jeweils m/w):

  • Heilerziehungspfleger
  • Altenpfleger
  • Psychatriepfleger
  • Krankenpfleger
  • Erzieher


Willkommen sind Mitarbeitende mit Berufserfahrung. Aber auch Berufsanfänger, die die besondere Herausforderung reizt, können in Himmelkron Erfahrungen sammeln.

Arbeiten mit Menschen mit herausforderndem Verhalten

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Die Himmelkroner Heime - nahe Kulmbach u. Bayreuth - bieten in langer Tradition Wohnformen für Menschen mit Behinderung.

Die Diakonie Neuendettelsau ist einer der größten Anbieter von Dienstleistungen im Gesundheitswesen und im sozialen Bereich in Deutschland. Als großerer Arbeitgeber bietet das Werk eine Reihe von Dienstgeber-Vorteilen.

In Himmelkron werden Fachkräfte für eine besondere Herausforderung gesucht: Es wird eine geschützte Gruppe für Menschen geschaffen, die wegen ihres Verhaltens eine sehr intensive Betreuung brauchen.

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