
Bereits im Jahre 2000 wurde das Heizwerk in Polsingen mit einer Gesamtleistung von 1930 kW in Betrieb genommen. Der Jahreswärmebedarf wird überwiegend durch den Rohstoff Holz gedeckt. Die Technik ist so ausgelegt, dass der Heizbetrieb mit Holz ganzjährig und ohne Unterbrechung erfolgen kann. Dabei leistet der Holzkessel selbst 550 kW. Der Jahreswärmebedarf beträgt für die gesamte Einrichtung 3.740.000 kWh/a.
Durch die Inbetriebnahme des neuen Biomasseheizwerkes konnten 13 veraltete Heizkessel ersetzt werden. Der Standort wurde so gewählt, dass sich zu den energieintensivsten Abnehmern nur kurze Leitungswege ergeben. Die Versorgung der einzelnen Gebäude erfolgt über erdverlegte Stahlleitungen. In allen Gebäuden sind Übergabestationen mit indirektem Anschluss und moderner witterungsabhängiger Steuerung in DDC-Technik installiert.
Der Biomassekessel ist mit einer Steuerung ausgestattet, die den Verbrennungsvorgang anhand von 5 Regelkreisen optimiert. Dies ermöglicht eine hohe Brennstoffausbeute und einen hohen Wirkungsgrad bei geringen Emissionen. Einen weiteren Vorteil stellt die Vorschubrostfeuerung dar. Diese erlaubt ein relativ breites Brennstoffsortiment.
Die Belieferung erfolgt über die Holzverwertungsgesellschaft Treuchtlingen. Durch die kurzen Transportwege, welche die Anlieferer der Brennstoffe zurücklegen müssen, ergibt sich eine ausgezeichnete Ökologiebilanz.