
Die Inbetriebnahme der Biomasseheizanlage in der Altendettelsauer Strasse in Neuendettelsau erfolgte im Jahre 2008 und versorgt zur Zeit 25 Gebäude und Verbrauchsstellen der Diakonie Neuendettelsau mit Fernwärme.
Die Dimensionierung der neuen Hackschnitzelheizung wurde so festgelegt, dass die Versorgung mit Wärme ganzjährig über die Anlage sicher gestellt ist und nur bei Spitzenlasten ein Gasheizkessel zugeschaltet wird. Die Versorgung der einzelnen Gebäude erfolgt über erdverlegte Stahlleitungen. In allen Gebäuden sind Übergabestationen mit indirektem Anschluss und moderner witterungsabhängiger Steuerung installiert.
Von einem Sägewerk in Verbindung mit der örtlichen Forstbetriebgemeinschaft erfolgt die Lieferung der Holzhackschnitzel. Überwiegend kommt Waldrestholz zum Einsatz. Durch die kurzen Transportwege, welche die Lieferer des Brennstoffes zurücklegen müssen, ergibt sich eine ausgezeichnete Ökologiebilanz.
Der Biomassekessel mit einer thermischen Leistung von 850 kW ist in einem gesonderten Kesselhaus installiert. Zur Abdeckung der Spitzenlast stehen Gasheizkessel mit 700 und 2 x 2 000 kW zur Verfügung.
Für den Biomasseheizkessel wurde eine Lagerhalle für den Brennstoff mit einem Bevorratungsvermögen von ca. 400 m³ Holzhackschnitzel gebaut. Die Beschickung des Biomasseheizkessels erfolgt über eine Schubbodenaustragung und einen Hydraulikeinschieber wird der Brennstoff gefördert. Die Abführung der Rauchgase erfolgt über Beton-Fertigteilkamine. Vollautomatisch wird die Rost – und Zyklonasche mit Förderschnecken getrennt in Container transportiert. Ohne Umleerung erfolgt der Weitertransport mit dem LKW.