„Christliche Führungskräfte sollten ihre christlichen Werte in die Unternehmensführung einbringen und aktiv umsetzten“, forderte Prof. Dr. h.c. Hermann Schoenauer, Rektor und Leiter der Diakonie Neuendettelsau. Während einer Diskussionsrunde zum Thema „Zukunft braucht Werte“ auf dem Kongress der christlichen Führungskräfte im Nürnberger Messezentrum unterstützte Prof. Schoenauer eine Rückbesinnung auf traditionelle Werte.
Unternehmen im Sozialbereich stünden in einer Wettbewerbssituation, denen sie sich zu stellen hätten. „Und wenn wir uns dabei an christlichen Werten orientieren wollen ist dies eine bewusste Entscheidung, die man stetig überprüfen muss“. Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Treue oder Würde – Werte stünden im Spannungsfeld von Wertschöpfung und Wertschätzung, so der Rektor weiter. „Wertschöpfung ist Ziel ökonomischen Handels, darauf können wir Einfluss nehmen. Wertschätzung dagegen kommt uns von außen zu“. Auch der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nürnberg, Dirk von Volpelius, unterstützte in seinem Statement die Forderung von Prof. Schoenauer. Ein ehrbarer Kaufmann zeichne sich durch nachhaltiges Denken und Handeln aus und strebe nach echter Wertschöpfung, so Volpelius. Die Diskussionsrunde „Zukunft braucht Werte“ war eine von zahlreichen sehr gut besuchten Veranstaltungen während des siebten Kongresses der christlichen Führungskräfte in Nürnberg. Rund 3.500 Besucher erlebten die dreitätige Veranstaltung Ende Februar im Messezentrum in Nürnberg. Auf einem Gemeinschaftstand mit acht anderen Ausstellern, darunter die Teambank, die Industrie- und Handelkammer oder die Handwerkskammer Mittelfranken, gab die Diakonie Neuendettelsau einen Überblick über ihre Aktivitäten im Sozial- und Gesundheitsbereich. Besonders gefragt waren dabei Informationen zu dem umfangreichen Aus- und Weiterbildungsangebot der Internationale Akademie DiaLog und des International DiaLog College and Research Institute (IDC).