Aufführung des Theaters Eukitea im Förderzentrum St. Martin
„Mein Körper ist mein Freund“ lautete das Thema der Aufführung des Theaters Eukitea in Bruckberg. Drei Schauspieler zeigten den Kindern spielerisch in verschiedenen Rollenspielen, dass sie ihren Körper so akzeptieren können wie er ist. Fokussiert wurde das Stück vor allem auf sexuellen Missbrauch. Dieses Thema ist dem Theater besonders wichtig, da es in der Öffentlichkeit noch immer viel zu sehr totgeschwiegen werde.
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| ![]() „Lea“ wird von ihrem Vater getröstet, nachdem sie ihm von einem unangenehmen Übergriff ihres Onkels erzählt hat. |
Christian Rodenberg, Raffaella Tempesta und Olaf Dröge führten ihr Stück in der Turnhalle des Förderzentrum St. Martin in Bruckberg auf. Das Theaterpräventionsprojekt zum Thema „Grenzüberschreitungen und sexuelle Gewalt gegen Kinder“ handelt von zwei Kindern, die über ihre Ängste und Träume reden. Vor allem aber auch von Freunden erzählen, die in unangenehme Situationen gekommen sind. Durch die Erzählungen sollen die Kinder lernen „Nein“ zu sagen. Sie sollen keine Angst davor haben in verschiedenen Lebenssituationen die Unterstützung Erwachsener zu holen. „So wie ich bin, bin ich genau richtig!“, beginnt Lea, gespielt von Raffaella Tempesta, das Stück. Mit ihrem Freund Sven, Olaf Dröger, spricht sie über ihre Träume, Erlebnisse und Geheimnisse. Sie schlüpfen dabei in andere Rollen um sich gegenseitig von Freunden zu erzählen die Erfahrungen mit sexueller Belästigung gemacht haben. Neben dem ernsten Thema des Theaterstücks steht aber auch die Neugierde und Freude am Leben im Mittelpunkt. Die Kinder erzählen sich von „Omas feuchten Küsschen“ oder „Papas Backenquetscher“. Aber auch wichtige Themen wie der Kontakt zu Fremden oder das Problem mit viel beschäftigten Eltern kommen bei der Vorstellung zum Thema. Die Kinder des Förderzentrums St. Martin freuten sich sehr über den Besuch der Schauspieler. Dass sie viel Spaß an der Aufführung hatten, merkte man besonders an der regen Beteiligung. Das Theater Eukitea tritt mit den verschiedensten Themen in Schulen, Förderzentren oder ähnlichen Einrichtungen auf. Am häufigsten werden Gewalt, Mobbing, Umweltschutz und Klimawandel genauso wie sexueller Missbrauch angesprochen. Neben der Theateraufführung werden auch Elternabende und Lehrerfortbildungen zum jeweiligen Thema angeboten. Eltern, Lehrer und Lehrerinnen des Förderzentrums fanden sich deshalb ein, um über Themen wie „Was ist sexuelle Gewalt?“, „Wer sind die Täter?“, „Wie kommt es zum sexuellen Missbrauch?“ und „Was können Schulen präventiv leisten?“ auseinander zu setzten. Mit drei verschiedenen Spielteams und durch die Unterstützung verschiedener Fördervereine, darunter die Aktion Sternstunden des BR, ist es ihnen möglich, mit ihrem Projekt durch ganz Deutschland zu touren.