Theatergruppe Rampenlicht überzeugte einmal mehr im Kreuzgang
Zum Abschluss der aktuellen Saison zeigte die Theatergruppe „Rampenlicht“ bei den Kreuzgangspielen in Feuchtwangen das Stück „Der Zauberer von Oz“. Dabei bekamen die „Rampenlichter“ prominente Unterstützung: Der Schauspiel-Profi André Lehnert, der in der aktuellen Shakespeare-Inszenierung von „Was ihr wollt“ in Feuchtwangen die Rolle des Antonio spielt, übernahm den Part der Titelfigur des Zauberers von Oz, der sich allerdings im Stück als Schauspieler ohne magische Fähigkeiten erweist.
Zunächst begrüßten Intendant Johannes Kaetzler und Rektor Prof. Dr. h. c. Hermann Schoenauer, der die Schirmherrschaft über die Aufführung übernommen hatte, von der Bühne herab die zahlreichen Besucher. Die mehrfach preisgekrönte Schauspieltruppe der Bruckberger Dienste für Menschen mit Behinderung hatte eigentlich geplant, ein anderes Stück aufzuführen, berichtet Regisseur Martin Piereth. Nachdem sich viele Fans aber den „Zauberer von Oz“ gewünscht hätten, habe man sich entschlossen, diesen Klassiker noch einmal auf die Bühne zu bringen. Erzählt wurde die Geschichte von Dorothy, die von einem Wirbelsturm mitsamt ihrem Hund Toto aus Kansas in das zauberhafte Land Oz gewirbelt wird. Hier begegnen ihr eine Vogelscheuche ohne Verstand, ein Blechmann ohne Herz und ein Löwe ohne Mut. Mit ihren neuen Freunden macht sich Dorothy auf zum mächtigen Zauberer von Oz. Dieser soll den Weg zurück nach Kansas kennen. Doch der Weg zum Zauberer steckt voller Gefahren. Die Reise zum Zauberer von Oz symbolisiert für „Rampenlicht“ den Lebensweg, auf dem es die in uns angelegten Stärken und Fähigkeiten zu entdecken gilt. Zudem gibt sie das Motto der in allen Stücken von Rampenlicht wiederkehrenden Themen wieder: Gemeinsam ist man stärker als allein, die Liebe besiegt den Hass und eigentlich sind wir doch alle irgendwie anders. Für die humorvolle und farbenfrohe Inszenierung gab es immer wieder Szenenapplaus und am Ende herzlichen Beifall für das gesamte Ensemble. Profi-Gast André Lehnert konnte sich auch über ein Geschenk der „Rampenlichter“ freuen. Beim anschließenden Empfang in der Schranne lobte Rektor Schoenauer die erfolgreiche Arbeit der Theatergruppe unter der Federführung von Martin Piereth, die sich in inzwischen etwa 50 Produktionen gezeigt hat. „Mit einer solchen Aufführung erreichen wir mehr für die Inklusion als mit vielen Berichten“, sagte Schoenauer.