Thema „In Würde dem Alter begegnen“
Führende Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus dem Diakonischen Werk Bayern und der Diakonie der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ungarn tauschten Erfahrungen und Visionen aus. Im Europäischen Jahr des Aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen fand in den Räumlichkeiten der Diakonie Neuendettelsau die 5. ungarisch – deutsche Diakonie Tagung statt.
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| ![]() Die ungarischen und deutschen Teilnehmer der Tagung vor dem Mutterhaus in Neuendettelsau. |
Zum Auftakt der Tagung begrüßte Prof. Dr. h. c. Hermann Schoenauer, Rektor der Diakonie Neuendettelsau, die mehr als 40 Gäste mit dem Zitat der drei Siebe Sokrates. Er wünschte allen Teilnehmern in diesem Sinne interessante Gespräche und Zielführende Diskussionen die immer auch auf Wahrheit, Güte und Notwendigkeit überprüft werden sollen. Einstimmende Worte kamen unter anderem auch von György Gregersen-Labosa, dem Vorsitzenden des Landesdiakonieausschusses von Ungarn sowie dem Präsidenten der Diakonie Bayern Michael Bammessel. Es wurde schnell klar, dass das Thema „In Würde dem Alter begegnen“ in beiden Ländern zukünftig eine hohe Bedeutung haben wird, und derzeit viele noch ungelöste Fragen aufwirft. Ein großes Augenmerk bei der Veranstaltung wurde auf die ethischen Aspekte zum Thema Würde im Alter, vorgetragen durch Prof. Städler-Mach gelegt. Fragestellungen waren beispielsweise wie ein ethischer Umgang mit immer neuen technischen Hilfsmitteln in der Pflege alter Menschen gefunden werden kann. Nicht alles was technisch machbar ist, ist auch immer gut für den pflegebedürftigen Menschen. Neben Gesprächen und dem gemeinsamen Austausch über Herausforderungen und Erfahrungen im Umgang bei der Versorgung alter Menschen in den jeweiligen Ländern, gab es auch Zeit verschiedene Einrichtungen der Diakonie Neuendettelsau zu besichtigen. Am ersten Abend kamen alle Teilnehmer dieser Tagung in dem wunderschön restaurierten Schloss der Bruckberger Heime zum Abendessen zusammen. Bei gutem Essen und entspannter Atmosphäre konnten die Kontakte und Gespräche des Tages weiter vertieft werden. Der zweite Tag startete nach einer Morgenandacht mit Erläuterungen zum Thema „Wie stellen wir uns den Herausforderungen des Alters und wie begegnen wir ihnen in der Diakonie“. Hierbei wurden Best Practice Modelle aus Ungarn und Deutschland vorgestellt und diskutiert. Überdies wurden den Teilnehmern am Nachmittag Workshops angeboten, um sich in Themen wie „Alter auf dem Land“ oder „Entlastung pflegender Angehöriger“ tiefer einzuarbeiten und um den Wissenstransfer zwischen beiden Ländern zu optimieren. Zum Ende der erfolgreichen Tagung, wurde ein zweisprachiger Gottesdienst mit Abendmahl in einer Kapelle der Diakonie Neuendettelsau veranstaltet. Krönender Abschluss der 5. ungarisch – deutschen Diakonie Tagung war eine Theateraufführung von Tempo 100, dem Seniorentheater aus Nürnberg, die ein Wunderbares Stück zur Freude aller Gäste präsentierten. Die Senioren verdeutlichen noch einmal, was das Europäische Jahr für aktives Altern genau bedeutet. Der nächste Begegnungstermin zwischen Ungarn und Deutschen steht bereits fest. Vom 11. bis 14. Oktober 2012 wird die 20 jährige Partnerschaft zwischen der Evangelisch Lutherischen Kirche in Ungarn und der Evangelisch Lutherischen Kirche in Bayern in der Löheschule in Nürnberg gebührend gefeiert.