Modenschau begeisterte
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| ![]() Model Shirley begeisterte mit einer spontanen Tanzeinlage bei der Modenschau. ![]() Besucher erfuhren wie es ist mit Geräten der Unterstützen Kommunikation einen Milchshake zu machen. |
Am vergangenen Wochenende fand in Rothenburg im Heim Gottesweg ein Tag der Begegnung statt. Dort wurde Einblick gegeben in den Wohnbereich, die Förderstätte und die Werkstatt für Menschen mit Behinderung.
Mit einem Festgottesdienst in St. Leonhard wurde am Sonntag der Tag der Begegnung in Rothenburg eröffnet. Pfarrerin Andrea Rößler predigte über den Psalm 121: „Woher kommt mir Hilfe, meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat“. Untermalt wurde der Gottesdienst vom Heimchor des Heims Gottesweg unter der Leitung von Volker Schüßler.
In seiner Begrüßung erinnerte Hartmut Assel, Leitung des Bereiches Arbeit und Tagesstruktur in Obernzenn, an das Jahresmotto der Diakonie Neuendettelsau, die Trägerin des Hauses ist: „Vernetzt handeln“. Als Veranschaulichung hatte er hierzu ein Netz des Green Teams, der Landschaftspfleger aus der Rothenburger Werkstatt, mitgebracht. Er verglich die Knoten des Netzes mit den Einrichtungen der Diakonie und forderte die Besucher auf, auch mit am Netz zu knüpfen.
Die Besucher hatten anschließend die Möglichkeit, sich bei Führungen und im persönlichen Gespräch sowie an Infoständen über die Einrichtung und Beschäftigungsmöglichkeiten in der Förderstätte oder Werkstatt für Menschen mit Behinderung zu informieren.
Ein Highlight des Tages war eine Modenschau. Bewohner des Heimes Gottesweg präsentierten die Mode eines Textilhandels aus Chemnitz, die im Anschluss auch erworben werden konnte. Ein weiterer Höhepunkt für alle Interessierten war die Herstellung von Popcorn und Milchshakes mithilfe von Geräten der Unterstützten Kommunikation. In der Einrichtung in Rothenburg befinden sich momentan in der Förderstätte ausschließlich Menschen, die nicht reden können. Um sich dennoch mitteilen zu können haben sie Geräte, auf die verschiedene Sätze und Wörter aufgesprochen sind und die sie per Knopfdruck bedienen können. Ähnlich funktioniert das Milchshake und Popcorn machen. Sobald man auf einen Knopf mit dem Symbol für Milchshake drückt geht der Mixer an. Für die Menschen in der Förderstätte bedeutet diese technnische Möglichkeit sehr viel. „Sie erleben ihre Selbstwirksamkeit“, so Roswitha Schwab, Heilpädagogin. „Wenn Menschen mit starker Behinderung sonst nur dabei sitzen, so haben sie auf diese Weise die Möglichkeit, an der Gruppe teil zu nehmen. Das steigert auch ihr Selbstwertgefühl“.
In der Werkstatt wurden den Besuchern behinderungskompensierende Technologien (bkT) vorgestellt. Diese finden seit geraumer Zeit verstärkte Anwendung in der Werkstatt. Dank dieser Technologien können die Beschäftigten in der Werkstatt zunehmend komplexere Aufgabenstellungen bewältigen. „Diese Technologien werden allerdings auch gerne von Menschen ohne Behinderung verwendet, da sie eine Vereinfachung darstellen“ so Joachim Foß, Bereichsleiter der Werkstatt.
Der Tag der Begegnung wurde von Pfarrer Bernhard Winkler aus Neuendettelsau mit einer Abschlussandacht abgerundet.