
Der Diakonat ist der kirchliche Auftrag zum Dienst am Nächsten. Dieser Auftrag Jesu gilt allen Christen ohne Unterschied – im Besonderen gilt er den Menschen, die ehren- oder hauptamtlich in der Diakonie Dienst tun. In der Diakonie Neuendettelsau ist es uns wichtig, Mitarbeitende besonders zu unterstützen, die aus dieser Motivation heraus ihre Arbeit tun. Aus diesem Grund werden sie in Seminaren zugerüstet und danach in einem Gottesdienst mit dem kirchlichen Amt der Diakonie beauftragt und für ihren Dienst gesegnet. Auch nach der Beauftragung haben sie die Möglichkeit an Einkehrtagen, bei Seminaren und Tagungen immer wieder ihren beruflichen Alltag zu reflektieren und neue Kraft und Motivation für ihren anspruchsvollen Dienst zu tanken.
Seit 1999 werden in der Diakonie Neuendettelsau – neben den Diakonissen, den Diakonischen Schwestern und Brüdern und den Diakoninnen und Diakonen – auf diese Weise auch Mitarbeitende mit dem Diakonat beauftragt, die keiner der beiden traditionellen diakonischen Gemeinschaften der Diakonie Neuendettelsau angehören. Inzwischen wurden bereits über 165 Personen in den jährlich stattfindenden Kursen zugerüstet und in feierlichen Gottesdiensten unter Beteiligung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und dem Diakonischen Werk Bayern mit dem Diakonat beauftragt. Aus ihnen hat sich eine dritte diakonische Gemeinschaft gebildet, deren Mitglieder sich regelmäßig treffen, um sich auszutauschen, Gemeinschaft untereinander zu haben und bewusst gemeinsam den diakonischen Weg zu gehen.
Einige Aussagen zum Diakonat aus der ersten Gruppe, die sich mit dem Amt der Diakonie beauftragen hat lassen:
"Der Diakonat ist für mich eine Oase zum Rasten. In der Begegnung mit Gleichgesinnten und durch das Wort des anderen finde ich neue Kraft für meinen beruflichen Alltag."
"Ich habe mich mit dem Amt der Diakonie beauftragen lassen, weil ich auf diesem Wege meine christliche Glaubenseinstellung nach außen hin deutlich aufzeigen will."
"Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es auch einem Christen 'erlaubt' ist, zu zweifeln und um Hilfe zu bitten. Er muss keineswegs immer eine passende Lösung haben."
"Die professionelle Dienstleistung in der Diakonie ist zunächst eine Frage an unseren Glauben; an den Glauben, der nach Gottes Willen fragt und sich bemüht, Gottes Heil den Menschen zu bringen. Das Heil, das in Gottes Liebe zu den Menschen liegt. Das Miteinander von Glaube und Liebe ist das charakteristische Kennzeichen der Diakonie."
(Rektor Hermann Schoenauer)
Wir betonen: Predigtamt und Amt der Diakonie sind gleichwertig.
In der Vergangenheit wurde diese Gleichwertigkeit häufig getrennt und unterschiedlich gewichtet. Die Diakonie Neuendettelsau möchte mit der Beauftragung mit dem kirchlichen Amt der Diakonie ein Gleichgewicht wieder herstellen. Dies ist im Sinne der Verkündigung Jesu (vgl. EKD-Texte 58 "Der Diakonat als geordnetes Amt in der Kirche").
Die Beauftragung gilt für die Mitarbeit in der Diakonie Neuendettelsau.
Jesus sprach zu seinen Jüngern: „Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein; und wer dienen wird, den wird mein Vater ehren.“
(Johannes 12,26)

Das Angebot der Beauftragung mit dem kirchlichen Amt der Diakonie richtet sich an alle Mitarbeitenden der Diakonie Neuendettelsau. Sie sollten in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung haben und seit mindestens einem Jahr in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis mit der Diakonie Neuendettelsau stehen.
Ausbildung:
Inhalte:
Innerhalb der 15-tägigen Zurüstung werden folgende Schwerpunkte behandelt:
Wenn Sie Fragen haben
wenden Sie sich bitte an:
Diakonie Neuendettelsau
Wilhelm-Löhe-Str. 16
91564 Neuendettelsau
Rektor: Hermann Schoenauer
Vorzimmer: Katja Horn
Telefon: +49 (0) 9874 / 8 - 22 85
E-Mail: Katja.Horn(at)DiakonieNeuendettelsau.de