


Die Laurentiuskirche wurde am 29. Juni 1887 feierlich eingeweiht. Bis dahin diente der 1857/59 erbaute Betsaal als spirituelles Zentrum der Gemeinde der Diakonie Neuendettelsau. Darin arbeitet heute die Paramentik.
Die ersten Gedanken, eine eigene Kirche zu erbauen, reichen in das Jahr 1882 zurück. Durch das Anwachsen der Diakonissengemeinschaft ermutigt, regte Rektor Friedrich Meyer den Bau an. Die Grundsteinlegung erfolgte am 21. April 1885, das Richtfest erfolgte am Donnerstag vor Pfingsten 1886. Die Kirche wurde im neugotischen Stil ausgeführt.
Bereits 1906 stand die Leitung der Diakonissenanstalt Neuendettelsau vor der Entscheidung, die Laurentiuskirche zu erweitern oder einen Neubau zu errichten. Die Gemeinde war sehr stark angewachsen, bedingt auch durch den Ausbau der einzelnen Arbeitsgebiete. Man entschied sich für den Bau der heutigen Christophoruskapelle nahe bei der Laurentiuskirche.
Die heutige Gestalt erhielt die Laurentiuskirche in den Jahren 1928 bis 1930. Erneut waren das starke Anwachsen der Diakonissengemeinschaft und die Zunahme der betreuten Personen ausschlaggebend für den Erweiterungsbau. Als Architekt konnte German Bestelmeyer gewonnen werden, einem der prominentesten Architekten damals in Süddeutschland.
Der Beginn der Umbauarbeiten begann am 6. Juli 1928 mit dem westlichen Anbau. Am 20. August 1930 konnte das Richtfest gefeiert werden und bereits am 2. November 1930 fand die feierliche Einweihung der vergrößerten und in ihrem äußeren Stil gänzlich veränderten Laurentiuskirche statt.