Im Jahr 1928 wurde das Gebäude als Pflegeanstalt II erbaut und eröffnet. In den Ansprachen wurde nur die Bezeichnung „Pflegeanstalt II“ verwendet. Die Einrichtung diente für Menschen mit schwerstem Behinderungsgrad.
Am 1. April 1936 wurde die Umbenennung in „Kurheim Friedenshort“ vollzogen. Die Menschen mit Behinderung waren seit 1935 sukzessive nach Engelthal verlegt worden. Das Haus diente fortan als Einrichtung für Menschen mit einer psychischen Erkrankung. Bis zur Beschlagnahmung durch verschiedene Institutionen (Westflügel ab 1939 Hilfskrankenhaus - beschlagnahmt durch das Militär, 1941 Südtiroler im Westflügel 1. Stock -beschlagnahmt durch die SS, Ostflügel 1. OG Erweiterung des Hilfskrankenhauses, Mai 1944 NSV richtet Mutter-und-Kind-Heim ein).
Im April beschlagnahmen die amerikanischen Streitkräfte das Haus – die Mütter und Kinder verblieben noch bis zum August, dann wird erst ein Lazarett mit Zahnstation durch das amerikanische Militär eingerichtet, später zog dann die „Signal-Corps-School“ ein. Die Rückgabe erfolgte im Jahr 1947 und die Einrichtung einer Säuglingsstation. Später zogen die Kinderkrankenpflege und des Katechetischen Seminar ein. Von 1947 bis 1963 wurde es als Altenheim mit genutzt. 1970 wurde es ganz vom Bereich Behindertenhilfe übernommen.
Die Bezeichnung bzw. das Wort „Friedenshort“ wird nicht vom Duden und anderen Nachschlagewerken geführt. Die erste Einrichtung mit der Bezeichnung „Friedenshort“ wurde von Schwester Eva von Tiele-Winckler Miechowitz/Oberschlesien (1890) gegründet.
Der Friedenshort in Neuendettelsau lag noch 1936 weit außerhalb des Dorfes. Nur das Krankenhaus befand sich in unmittelbarer Nähe. Für den Bau (1928)wurde ein Teil des sogenannten „Blödenwäldchens“ abgeholzt. Später wurde ein weiteres Stück des Waldes für den Garten abgeholzt.
Der Name „Kurheim“ kam 1935 auf. Aufgrund der Lage des Gebäudes und der neuen Aufgabe wurde Anfang 1936 noch der Zusatz „Friedenshort“ eingeführt Man wollte den Kranken eine Hort des Friedens bieten, um zur Genesung zu gelangen.