In Paclisa und in Badacin befinden sich staatliche Einrichtungen für Kinder und Jugendliche mit Behinderung. Nach der Wende war die Versorgung der Bewohner in einem katastrophalen Zustand. Um hier zu helfen, engagierten sich die Kirchengemeinde Nürnberg- Mögeldorf in Paclisa und die Kirchengemeinde Rehau in Badacin. Mitarbeiter der Diakonie Neuendettelsau schlossen sich an und organisierten mit den Partnern Hilfstransporte, die persönlich begleitet wurden.Neben dem dringend benötigten materiellen Aufbau wurde den Beteiligten bald klar, dass der Weg zur nachhaltigen „Hilfe zur Selbsthilfe“ vor allem über die Bildung der Betreuungskräfte vor Ort erreicht werden kann.
Vor diesem Hintergrund engagierte sich die Diakonie Neuendettelsau dann beim Aufbau der Friedrich-Müller-Schule. Eine langjährige Partnerschaft besteht auch zwischen der Fachakademie für Heilpädagogik der Diakonie Neuendettelsau in Hof und der Einrichtung in Badacin. Hier gehört die "Interaktion Rumänien" seit mehreren Jahren zu einem Teil der heilpädagogischen Ausbildung. Studierende absolvieren ein Praktikum vor Ort, gleichzeitig werden rumänische Mitarbeitende der Einrichtung durch Hofer Lehrkräfte theoretisch und praktisch geschult. Diese Bildungspartnerschaft wird über mehrere Jahre von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert.
Da der Anteil der evangelischen Christen in Rumänien unter einem Prozent liegt, engagiert sich die Diakonie Neuendettelsau in diesem Land bewusst ökumenisch: Sie finanzierte zum Beispiel den Bau einer orthodoxen Kapelle auf dem Heimgelände von Paclisa. Ein in der Neuendettelsauer Werkstatt für Menschen mit Behinderung gefertigtes farbiges Holzkreuz ziert dort den Altar.
Europa-Institut der Diakonie Neuendettelsau
Wilhelm-Löhe-Straße 16
D-91564 Neuendettelsau
Leitung:
Thorsten Walter
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